Ida Leibetseder: Die dunkle Seite der Menschen im Fokus
Shownotes
In dieser Folge von OÖ Ungefiltert steht Ida Leibetseder im Fokus – Universitätsassistentin, Kriminologin und Buchautorin aus Ottensheim. Im Gespräch geht es um die Faszination für das menschliche Handeln, um Forschungslücken in der Kriminologie und den Alltag zwischen Wissenschaft, Schreiben und privaten Einblicken. Ida Leibetseder spricht über ihre Wurzeln in Oberösterreich, ihren Weg von Wien nach Graz zum Hans Groß Zentrum für interdisziplinäre Kriminalwissenschaften und darüber, warum es wichtig ist, Menschen, die Straftaten begehen, zu verstehen statt zu verurteilen. Ehrlich und mit viel Reflexion gibt sie preis, wie stark ihre Oberösterreichische Heimat sie geprägt hat, warum sie immer wieder zum Schreiben greift und wie sich ihre Bücher – zum Beispiel „Lotusblüten“ und „Die Menschin Apfel und Erde“ – als Spiegel ihrer Lebensphasen entwickelt haben. Dabei gibt sie einen seltenen Einblick in die Verbindung zwischen Wissenschaft und kreativer Tätigkeit und erzählt, worin sie Inspiration und Kraft im Alltag findet. Ida Leibetseder thematisiert außerdem Herausforderungen des österreichischen Rechtssystems, die Rolle von Intuition bei Strafzumessungen, die Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz im Strafrecht sowie ihr Engagement im Österreichischen Schriftstellerverband und beim Open Air Ottensheim. Wer wissen will, wie ein junger Mensch mit Ideenreichtum und Forscherdrang zwischen Kriminologie, Literatur und Heimat wurzelt und wächst, sollte diese Folge nicht verpassen. Den Podcast gibt es zum Abonnieren auf allen gängigen Plattformen unter https://ooe-ungefiltert.podigee.io/
Transkript anzeigen
00:00:01: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Oberösterreich Ungefiltert, der Podcast der Oberösterreichspersönlichkeiten vor den Vorhang
00:00:11: holt.
00:00:12: Mein Name ist Verena Schwarzinger.
00:00:21: Mein heutiger Gast im OberÖsterreich ungefiltered Podcast ist Ida Leibitz-Eder Universitätsassistentin an Institut für Strafrecht, Strafprozessrecht & Kriminologiengrat, Mitarbeiterin am Hans Crosszentrum für interdisziplinäre Kriminalwissenschaften und Buchautorin.
00:00:38: Wir sprechen über die dunkle Seite mancher Menschen übers Schreiben, und über Privates!
00:00:43: Frau Leibitzeder herzlich willkommen!
00:00:46: Danke!
00:00:47: Eins vorweg gehen wir zum kommunikativen Du-Über?
00:00:50: Unbedingt!
00:00:51: Das freut mich!
00:00:52: Bist du eine waschechte
00:00:53: Oberösterreicherin?!
00:00:55: Ich glaub tatsächlich ja...
00:00:57: Wo bist du denn aufgewachsen?
00:00:59: In Ottensheim?
00:01:00: Wie war deine Kindheitsoberichte uns ein bisschen?
00:01:03: War total ... Also ich denke tatsächlich eigentlich relativ oft daran zurück.
00:01:08: Wir haben sehr großen Garten und darin angrenzende Felder und Wälder, und die habe einen sehr großen Teil meiner Kinder genau dort verbracht.
00:01:17: Und das verbindet mich glaube ich nur immer eigentlich sehr stark mit Oberösterreich irgendwie.
00:01:23: Genau einfach dieses kindliche Durchwandern und dieses runterkommen gerade in der Natur ist irgendwie was wo ich nach wie vor total viel Kraft ausschöpfe.
00:01:32: Welche Ausbildung hast du genossen?
00:01:35: Ich habe Rechtswissenschaften und Psychologie studiert an der Universität Wien, genau.
00:01:39: Und hab mich dann durch unterschiedliche Spezialisierungen sozusagen mal Richtung Kriminologie eigentlich entwickelt... ...und da bin ich dann letztlich gelandet, genau!
00:01:48: Das heißt, du hast die Universität gar nicht
00:01:50: verlassen?!
00:01:52: Nein noch nicht, nein!
00:01:55: Warum Kriminalogie?
00:01:56: Was fasziniert dich daran?
00:01:58: Manches ist sicher auch ein bisschen beunruhigend oder?
00:02:02: Ich finde es einfach total spannend, quasi generell das menschliche Handeln sich anzuschauen.
00:02:06: Und gerade wenn's um Verbrechen geht und Verbreche erklären wirds für mich einfach im speziellen, glaube ich interessant hinzuschauten.
00:02:15: Und ich glaub dem Ganzen liegt aber irgendwo eben die einfache Leidenschaft mit der Beschäftigung von Menschen oder Mitmenschen.
00:02:22: Genau insgesamt zugrunde!
00:02:25: Wie können wir uns denn deinen Job vorstellen als Universitätsassistentin?
00:02:31: Ich muss sagen, ich glaube bei mir ist es ein bisschen anders wie für anderen wissenschaftlichen Assistentinnen.
00:02:35: Ich habe eine totale Freiheit, was die Forschung angeht.
00:02:40: Also meine Teamleiterin und ich sind oft einfach durch bestimmte Dinge bewegt oder sehen gewisse Forschungslücken und haben dann irgendwie Gott sei Dank wirklich die Freiheit, dass man uns mit ihrem Intensiv auseinandersetzt und das ist ja genau das, was einfach total Spaß macht.
00:02:57: Wissenschaft entsteht, wenn man nicht nur jemand anderen zuarbeitet sondern wenn wir wirklich das auch zu Blatt bringen darf und sie damit auseinandersetzen nervt was einem selbst bewegt und was man selber so gefunden hat genau oder was einem irritiert hat.
00:03:11: Hast du schon publiziert?
00:03:13: Ja
00:03:14: zum Beispiel welche Themen waren das oder was ist da gegangen?
00:03:17: Zum einen haben wir uns sehr stark mit Risikoeinschätzungen auseinandergesetzt.
00:03:22: also das spielt natürlich ein Roller bei unser Strafsystem präventiv ausgerichtet, das heißt gerade die Spezialprävention spielt eine große Rolle.
00:03:29: D.h.,
00:03:29: die Strafe soll eigentlich dazu führen dass der Täter oder die Täterinnen in Zukunft keine weiteren Straftaten begeht.
00:03:38: Das heißt wir müssen irgendwo wenn wir Strafen bemessen wollen ja eine Prognose von zukünftigen Verhalten haben und wie sie im einzelnen Stadt findet ist natürlich zum einen komplex und zum anderen theoretisch natürlich ein bisschen anders wie praktisch umsetzbar.
00:03:54: Genau, das ist ein großes Thema gewesen für uns schon.
00:03:58: Generell wie Richterinnen in Österreich Strafen zumessen ist der Thema was mir umtreibt und dem dann also Dinge wie was was durch Intuition in der Strafzumessungsentscheidung spüte so Rolle.
00:04:10: oder Konzepte wegen der Disziplinarität wo keiner mal dies verorten spürt es so Rolle?
00:04:16: Du machst gerade deinen Doktortitel weil du das richtig recherchiert habt.
00:04:20: Was wird zu den nächsten Karrierschritten deine noch sehr jungen Jahren?
00:04:24: Ja, das steht nur aus.
00:04:25: Mal schauen!
00:04:27: Und generell, wie kamst du von Wien nach Graz?
00:04:30: Tatsächlich durch die Kriminalwissenschaften – des Hans Großzentrum für interdisziplinäre Kriminal- wissenschaften war für Mieder eigentlich eine einmalige Gelegenheit sie so intensiv mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
00:04:42: Genau
00:04:43: Würdest Du sagen dass Verbrecher verstanden werden müssen.
00:04:48: Auf alle Fälle ja
00:04:49: Wirst Du für solche Aussagen vielleicht auch ein bisschen kritisiert von anderen, wenn du das so erzählst?
00:04:57: Ja ich glaube es ist ein großer Unterschied ob man jemanden verstehen will und akzeptieren will oder ob man etwas was irgendwer andere tut für gut heißt.
00:05:08: Da ist ein riesengroßer Unterschied und ich glaub da erkennen manche Menschen diese große Differenz vielleicht nicht und das führt dann zur Irritation genau wenn das gleichgesetzt wird.
00:05:20: Wir kennen ja die Kriminalwissenschaft so eher nur als Film und Fernsehen oder CSI und Co.
00:05:25: Ist es wirklich
00:05:25: so?
00:05:26: Läuft das so ab, können wir uns das genauso vorstellen wie in einer Serie?
00:05:31: Also ich glaube natürlich ist es viel überzogen.
00:05:34: einiges wird schon dabei sein denke ich.
00:05:36: Werdet ihr dann wenn eine Tat umgesetzt wurde vollbracht wurde vom Gericht hin zugezogen?
00:05:42: Wie kann der Täter dann im Gefängnis begleitet werden während seiner Haft oder Strafe begleitet werden?
00:05:48: oder wo setzen eure Tätigkeiten an?
00:05:51: Grundsätzlich ist eigentlich das Hans Großzentrum so eine Schnittstelle konzipiert zwischen Theorie und Praxis.
00:05:59: Das heißt für uns ist es wichtig, dass man zum einen Praktikerinnen wie Staatsanwältinnen, Polizistinnen, Richterinnen natürlich oder andere Personen, die in den forensischen Wissenschaften irgendwie tätig sind mit den Theoretikerinnen zusammen an ein Tisch holen und im Zuge von Veranstaltungen einfach auch zu einem Austausch bringen.
00:06:20: Wir sind aber nicht bei einzelnen Fällen zugezogen, sondern es ist eben eher diese Vernetzungstätigkeit und eben all die Forschung.
00:06:27: Wie stehst du zu unserem Rechtssystem in Österreich?
00:06:31: Ja grundsätzlich denke ich mal, Koordination der Theorie ist auf eine... Also ich denke mal was man jedenfalls zugutehalten muss, dass es theoretisch an einer Gerechtigkeit entgegenstrebt und das ganz viele Prinzipien, die drin verankert sind total wichtig sind.
00:06:51: Und dann muss man einfach im Einzelnen schauen, welche Hürden gibt es in der Praxis bei der Umsetzung von diesen Dingen.
00:06:57: Und da muss man dann einfach ein bisschen weiterarbeiten, dass man eben danach im Einzelfall halt diese Gerechtigkeit oder diese Prinzipien zur Umsetzung hilft.
00:07:05: Hast du einen starken Gerechtigkeitsin?
00:07:08: Ja ich glaube das ist was erstrebenswertes genau!
00:07:11: Du bist auch Autorin, schreibst du zum Ausgleich.
00:07:14: also neben Lernen, Forschen, Vernetzen... Ist das Schreiben von Büchern so dein Ausgleich, dein Hobby?
00:07:23: Ich glaube aus Gleich wird es nicht beschreiben.
00:07:26: Weil es irgendwie hieße dass der Defizit da ist davor und ich glaube es ist einfach etwas Zusätzliches was dazu kommt genau was ich einfach super bereichernd finde und was auch eine andere Sparte quasi vom meinem selbst irgendwie verwirklicht zu.
00:07:41: Du hast mit siebzehn Jahren dein erstes Buch veröffentlicht.
00:07:45: Was bewegt eine siebzenjährige ein eigenes Buch zu schreiben und das zu veröffentlichen?
00:07:49: Um was geht's?
00:07:49: und wie heißt das?
00:07:51: Es heißt Lothusblüten, ist im Verlag der Bibliothek der Provinz erschienen.
00:07:55: Und ich hab damals einfach eine Kurzgeschichte geschrieben, habe immer schon geschrieben also auch aus Kind.
00:08:00: am Anfang waren es mehr so Naturschilderungen und irgendwann ist es so Richtung Fantasy hat sie sich weiterentwickelt.
00:08:06: und dann war da eben diese Kurzgeschichten wo einfach vorne und hinten recht viel gefehlt hat und wo ihr dann einfach für mich selbst eigentlich den Drang verspürt habt es einfach auszubauen und Konziser zu gestalten, weiterzudenken.
00:08:21: Und das hat man einfach in einem Alter total Spaß gemacht, mir was zu überlegen, was so mein eigenes ist, wo man sich rein denken kann, weil irgendwie eine ganze Welt entsteht, wovon natürlich nur ein Teil in dem Buch dann letztendlich gemündet hat?
00:08:36: Genau!
00:08:36: Das habe ich super gefunden irgendwie.
00:08:38: Wie lange hat dieser Prozess gedauert?
00:08:41: Ja... Ich glaube bis das Schluss eigentlich wirklich erschienen wird schon so ... zwei, drei Jahre gedauert haben.
00:08:48: Also ich habe auch Zeit dran geschrieben
00:08:49: genau."
00:08:50: Jetzt ist dein zweites Buch erschienen zehn Jahre später sozusagen?
00:08:54: Wie hast du dich weiterentwickelt?
00:08:56: oder wie hast du auch gemerkt dass sich dein Schreibstil eigentlich
00:08:58: weiterentwickelt?".
00:09:00: Ja, ich glaube es ist total spannend wenn man so viele Worte niederbringt irgendwie weil's...wenn man total sirkt das es ein Zeitabschnitt ist vom vom eigenen Leben.
00:09:10: Man beschäftigt ziemlich gewisse Themen die zu dem Zeitpunkt gerade relevant sind also wie im ersten Buch Ganz viele Sachen, die ich jetzt natürlich nicht mehr so schreiben würde.
00:09:18: Aber wo ich einfach dieses Zeitdokument irgendwie sehr cool finde und genauso wird es mit dem jetzigen Buch an sein.
00:09:26: Wer weiß was ich in zehn Jahren drüber denke.
00:09:27: aber momentan ist das einfach etwas, was mich bewegt hat irgendwie und was da war und was für mich einfach in einer gewissen Weise in meinem Leben war.
00:09:36: und weil sie gern zur Sprache bringen wollte genau
00:09:38: Wie ist denn der Titel des neuen Buches?
00:09:40: Die Menschen Apfel und Ehre.
00:09:42: Genau
00:09:43: Und es geht um
00:09:44: Eine alte Frau, oder älter Frau im Müllviertel, in Mülvierteln.
00:09:49: Das Buch beginnt damit, dass sie ein Brief erhält das nun auch ihr letzter Sohn im Krieg verstorben ist und damit ist sie eigentlich das erste Mal in ihrem Leben allein Und es ist für jemanden der es gewohnt ist gerade viel für andere zu tun eben von fünf Männern also vier Söhnen und einem Mann umgeben zu sein.
00:10:09: sehr ganzes Leben irgendwie doch eine Herbeänderung.
00:10:13: Und was das mit dem Selbstmacht, wie man dann vielleicht anders denkt.
00:10:17: Was so die Gedanken sind?
00:10:18: Wie sie die Tage gestalten... Das ist eigentlich das, womit ich mich da auseinandergesetzt habe in einem Buch genau.
00:10:23: Und wie kamst du darauf?
00:10:24: Was war der Stein des Anstoßes?
00:10:26: Für mich war es scheinbar sehr bemerkenswert, wie meine Großeltern eigentlich lebt haben.
00:10:31: Ich hab da nur sehr stark die Auseinandersetzung irgendwie ...mit dem Müllviertel halt irgendwie ...das nur ein bisschen anders sich dargestellt hat als wie's jetzt.
00:10:40: dort also wo irgendwie Arbeit einfach zum täglichen Leben so dazu gehört, dass man jetzt gar nicht überlegt was macht man wenn man fertig ist sondern es war irgendwie klar man steht dort auf und dann macht man die Dinge die man machen muss und dann legt man sie wieder nieder.
00:10:53: Und so war das eigentlich den ganzen Tag und mein Oma war dann aber irgendwie doch eine sehr reflektierte Person die extrem genossen hat zu lesen und für diese Sprache irgendwie etwas sehr besonderes war.
00:11:05: und der Privileg also es war Privilegg irgendwie am Abendzeit zu haben ein Buch zu Lesen Und das hat mir schon meiner Kindheit, glaube ich einfach total fasziniert.
00:11:16: Das war so bis zum einen natürlich, dass sie in einer Welt groß waren, wo sowas wie die Müllvettlerhasenjagd halt passiert ist und irgendwann stolpert man über das weil es liegt auch halt so.
00:11:28: Zum anderen, dass eben einfach Personen gibt, der sehr ... In einer Welt, wo sehr wenig eigentlich ausgedrückt wird, wo man jetzt im beschreiben von erleben oder von den gefühlen vielleicht gar nicht so überschwänglich ist, sondern wo eigentlich ja totale spracharmut herrscht.
00:11:45: Dass dann Personen gibt die sie trotzdem so intensiv mit dem auseinandersetzen und genau an dieser Schnittstelle das war dann irgendwie das wohl man doch schon.
00:11:54: über das würde ich gern schreiben.
00:11:57: Geht es ein bisschen um die Rolle der Frau?
00:11:59: Tatsächlich haben wir auch schon gedacht ich glaube wäre die Hauptfigur in Mann würde die Geschichte anders lauten.
00:12:07: Nicht unbedingt, dass es nicht möglich wird.
00:12:09: Ich glaube überhaupt nicht!
00:12:11: Aber ich glaube... Ja, ich glaube das wäre auch eine andere Geschichte einfach.
00:12:15: Also in einer gewissen Weise ist es schon eine Geschichte von Emanzipation.
00:12:19: Du bist von einer Tageszeitung mit vier von sechs Sternen bewertet worden?
00:12:23: Mit deinem Buch wie gehst du mit solchen Bewertungen und Kritiken um?
00:12:28: Ja, das sind spannende Erfahrungen.
00:12:31: Zum einen ist es ja natürlich immer total spannend und super cool wenn man einfach hört was in andere Personen so passiert, wenn die das lesen.
00:12:40: Es gibt ja natürlich Dinge wo man sich denkt, da würde ich total gerne über das reden.
00:12:44: Manche Dinge nimmt man sie mit und bei anderen denkt man sich vorher okay dass man das so sagt und dies auch anders.
00:12:50: Und ich glaube so in der Mitte spüte das halt irgendwie ab genau.
00:12:53: Kommt das dritte Buch dann mit?
00:12:55: Wenn wir jetzt weiter rechnen, neununddreißig wird sich so deine Schriftstelle Karriere weiterentwickeln!
00:13:00: Ja mal schauen.
00:13:02: oder gibt es jetzt schon erste Ideen?
00:13:04: Ja Ideen gibt's ja aber Die müssen sie wieder manifestieren.
00:13:08: Ich glaube eigentlich schon recht stark drauf, dass hin und wieder gibt es eine Irritation... ...und dann wird man irgendwie tätig!
00:13:14: Und wenn die noch nicht da ist, dann... Dann ist das auch okay?
00:13:18: Du bist im Vorstand des österreichischen Schriftstelleverbandes.
00:13:22: Was sind deine Agenten?
00:13:24: Wie würdest du euer Tun beschreiben?
00:13:26: Ich bin tatsächlich stellvertretende Kassierin.
00:13:30: Genau!
00:13:31: Es geht einfach total darum, dass wir gemeinsam mit Plattform schafft, Es gibt dafür Personen, die irgendwie neben anderen Beruf zusätzlich schreiben oder auch die Rheinschriftstellerinnen sind.
00:13:41: Und ich glaube es ist was Vollbereichendes egal wie man's angeht sie mit andere Personen auszutauschen.
00:13:48: Du bist auch im Vorstand von Open Air Ottensheim.
00:13:52: Ist das auch nur so deine Bindung an die Heimat?
00:13:54: Ja, ich glaub das spielt eine große Rolle.
00:13:56: genau Das ist ein Kulturverein der immer einen Musikfestival im Jahr organisiert eben in Ottenshain Ronegelände quasi.
00:14:07: Und das ist einfach so eine Generationsübergreifende Veranstaltung, wo ganz viele Leute einfach wieder zusammenkommen und was für ein Ort einfach auch etwas total belebendes ist und was also für nie großes Privileg ist.
00:14:18: Also ich kenne wenige Orte die sowas ermöglichen und wo obwohl so viele Personen dann vielleicht in einem gewissen Alter auch woanders studieren oder woanders arbeiten, woanders leben man sie letztendlich im Sommer dann trotzdem trifft um sowas gemeinsam zu machen.
00:14:31: Das finde ich schon was besonders irgendwie ja genau
00:14:34: Hast du neben deinen vielen Tätigkeiten noch Zeit für Hobbys?
00:14:39: Ja, und drauf an was man als Hobbis bescheidet.
00:14:43: Sport, Kultur,
00:14:44: Freunde...
00:14:45: Ja das definitiv!
00:14:47: Lernst Du aktuell etwas Neues?
00:14:50: Jeden Tag würde ich sagen ja.
00:14:51: Was
00:14:52: denn?!
00:14:53: Ich glaube es ist tatsächlich wahrscheinlich die größte Werbung die man so machen kann für einen Beruf an der Universität weil das einfach für mich was total schönes ist meinen Neugierstrang irgendwie so befriedigt, dass man sie mit jedem Tag irgendwie etwas auseinandersetzen kann.
00:15:08: Was man eben vielleicht nur nicht kennt und das alles lernen irgendwie und dieses Auseinander setzen mit Themen die einem vielleicht fremd sind, so zum Alltag gehört.
00:15:18: Das finde ich total cool!
00:15:32: Alle Bereiche, extrem coole Leute auf die man aufbaut irgendwie mit seinen eigenen Ideen.
00:15:39: Woran glaubst du?
00:15:41: Dass Menschen schon sehr viel zu Wege bringen können, auch gemeinsam.
00:15:46: Hast Du ein Lebensmotto?
00:15:48: Nicht wirklich, eigentlich nicht!
00:15:51: Also ich glaube mir ist es sehr wichtig dass man sie oft bemüht und man die einfachen Dinge wieder sieht.
00:15:58: das finde ich irgendwie einerseits was Spannendes sondern aber schönes.
00:16:03: Mit welchen Promi oder welche Persönlichkeit, ob bereits verstorben oder noch am Leben würdest du gerne einen Kaffee trinken gehen?
00:16:10: Na Foucault.
00:16:13: Warum?
00:16:14: Welche Fragen hättest du?
00:16:15: Ich weiß nicht über was mit mir reden würde.
00:16:17: ich kann vor allem kein Französisch aber... Nein, ich glaube es ist einfach viel passiert zu den Zeitpunkten so eine Umbruchstimmung irgendwie die wahrscheinlich gar nicht an einer Person liegt, aber ich glaube waren da sehr coole Zeitzeuge für diese für diese Umbruchstimmung, die ja gesellschaftlich war oder auch was das Rechtssystem angeht und so.
00:16:35: Und das finde ich einfach ein spannendes Thema genau.
00:16:38: Ich glaube da waren wir cooler Gesprächspartner.
00:16:41: Stichwort Social Media.
00:16:43: Fluch- oder Segen?
00:16:45: Beide sind nahe, wahrscheinlich.
00:16:47: Nutzt du Plattformen wie Instagram, Facebook, TikTok und
00:16:51: Co.?
00:16:52: Ich nutze Instagram alle anderen eigentlich nicht und wahrscheinlich auch nicht zu viel als andere Personen aber... Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit, dass ich von Personen was mitkriege, die am anderen Ende der Welt irgendwie wohnen und wo ich überhaupt keinen Bezug dazu habe.
00:17:07: Das ist etwas, was man schätzen kann.
00:17:10: Danke!
00:17:11: Wir haben Social Media-Digitalisierung.
00:17:12: das nächste ist natürlich jetzt die KI.
00:17:14: Nehmt es vielleicht auch in deinem Beruf Einzug?
00:17:17: Arbeitet ihr damit?
00:17:18: Beschäftigst du dich selbst viel damit?
00:17:20: Jaa... Es spielt natürlich eine große Rolle gerade wenn wir an Strafzumessungsentscheidungen zum Beispiel denken da haben mich vorwiegend damit beschäftigt.
00:17:28: Und dann ist halt die Frage die unabhängigen, unversetzbaren und unabsetzbaren nicht weisungsgebundene Richterinnen quasi sind.
00:17:37: Die irgendwann einmal zu ersetzen weil man sie denkt Computer kommt zu gerechteren Entscheidungen dann widert ihr auseinandersetzung damit was ist halt gerecht in welchem System?
00:17:47: also ich glaube es ist immer so doch eine sehr eindeutige Entscheidung zwischen dem wenn mich hat man den haben und an welche Potenziale glaubt man mehr?
00:17:56: an die von einem Subjekt oder die von einer KI.
00:18:01: Und ich glaub, je nachdem welcher Bereich es ist, kannst du es auch nicht oder das andere sein?
00:18:07: Zum Abschluss
00:18:08: Ida
00:18:08: was wünschte dir beruflich wie privat für deine Zukunft?
00:18:12: Ideen glaube ich.
00:18:15: Ideen.
00:18:15: in welche Richtung sollen diese Ideen gehen?
00:18:18: Das war sie noch gar nicht aber Hauptsache sind da ja!
00:18:22: Weil Du als Idein etwas Neues entwickelst und machst
00:18:26: Ja genau Oder Die Möglichkeit besteht, was Neues zu machen.
00:18:31: Und weil es glaube ich einfach total... ...was schön ist, wenn einem etwas Neiges einfällt.
00:18:36: Genau!
00:18:37: Manchmal macht man was draus und manchmal nicht.
00:18:40: Ida Leiberzeder danke für das Interview und alles Gute!
00:18:43: Vielen Dank!
00:18:46: Hat Ihnen unsere Sendung gefallen?
00:18:49: Dann hinterlassen Sie uns doch bitte eine fünf Sterne Bewerbtonen.
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