Stefan Erlinger: Wie Bio-Lavendel und Alpakas das Mühlviertel erobern
Shownotes
Ein einzigartiger Bauernhof im Mühlviertel, Lavendelfelder bis zum Horizont, summende Bienen, flauschige Alpakas – und mittendrin Stefan Erlinger, Eigentümer der Erlinger Biokräuter. Doch dieser Betrieb ist alles andere als gewöhnlich: Nach dramatischen Rückschlägen durch Borkenkäfer, Dürre und Ernteausfällen hat Stefan Erlinger mit viel Unternehmergeist und Experimentierfreude den Weg zum innovativen Biokräuterbetrieb eingeschlagen. Im Gespräch wird klar, wie außergewöhnlich der Ansatz ist: Statt Monotonie wachsen hier Oregano, Minze, Lavendel und sogar einzigartige Projekte wie Pfeffer – alles naturnah, im eigenen Kreislauf wirtschaftend, mit eigens konstruierten Maschinen und nachhaltiger, ressourcenschonender Trocknung. Stefan Erlinger spricht über echte Bio-Landwirtschaft als Lebensphilosophie, die Herausforderungen und Chancen der Branche, die Rolle von Technik und Automatisierung auf einem modernen Hof – sogar KI-basierte Bilderkennung kommt bei der Pflege der Felder zum Einsatz. Es geht aber nicht nur um innovative Landwirtschaft: Mit dem Erlebnis „Lavendelblick“ verschmelzen Genuss, Kulinarik und Natur, Besucher können mitten im blühenden Lavendelfeld einzigartige Abende erleben. Wer wissen will, wie mutige Entscheidungen, Rückschläge und Kreativität einen landwirtschaftlichen Betrieb fit für Gegenwart und Zukunft machen – und wie ausgerechnet im rauen Klima des Mühlviertels mediterrane Kräuter gedeihen –, sollte diese inspirierende Folge nicht verpassen. Jetzt reinhören und den Podcast unter https://ooe-ungefiltert.podigee.io/ für alle gängigen Podcast-Plattformen abonnieren!
Transkript anzeigen
00:00:01: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Oberösterreich Ungefiltert, der Podcast der Oberösterreichspersönlichkeiten vor den Vorhang
00:00:11: holt.
00:00:12: Mein Name ist Verena Schwarzinger.
00:00:21: Lavendel Brennnessl Minzeck Klee oder Oregano soweit das Auge reicht dazwischen Bienen, flauschige Alpakas oder Kamerunschafe.
00:00:31: Das ist das Zuhause-Unters Unternehmen meines heutigen Gastes Stefan Erlinga Eigentümer der Erlinger Biokräuter.
00:00:38: Wir sprechen über die Natur und die Landwirtschaft, über Bio- und über Privatis.
00:00:43: Herr Erlinga herzlich willkommen!
00:00:46: Hallo danke für deine Einladung.
00:00:48: Eines vorweg gehen wir zum kommunikativen Duüber?
00:00:51: Sehr gerne.
00:00:52: Das freut mich.
00:00:53: Bist du ein waschechter Oberösterreicher?
00:00:55: Ich bin wirklich ein wasschechter OberÖsterreicher aber nur mehr bin ja waschechter Müllviertler.
00:01:00: Das heißt so bist du geboren und aufgewachsen wo?
00:01:03: Ich bin geboren und aufgewachsen in der kleinen überschaubaren Gemeinde Sankt Gutta, dem Müllkreis auf einem Bio-Bauernhof.
00:01:10: Wie war deine Kindheit?
00:01:11: Beschreib uns das ein bisschen!
00:01:13: Ja eigentlich spannend wie man sich so von den Bauernhof vorstellen kann.
00:01:18: Das heißt die Eltern waren jetzt trotzdem immer mit der Arbeit beschäftigt und als Klanskind hat man halt immer mit müssen sozusagen.
00:01:26: was aber auch Vorteile mitbringen, man wird da relativ schnell selbstständig.
00:01:31: Man lernt selber schnell eigene Grenzen und vor allem was man auch in der Kindheit lernt.
00:01:37: Man muss ja versuchen gerade stehen wenn man mal etwas vielleicht ein bisschen verbockt hat in diese Richtung.
00:01:46: Nach der Hauptschule bin ich dann nach Schlägel in die Biolandwirtschaftliche Fachschule sozusagen für ein Jahr gegangen.
00:01:53: Ich habe dann leider erst im Nachgang meinen Facharbeiter nachgeholt, weil noch der Bio-Schule hat dann eine Lehre als Landmaschinentechniker begonnen.
00:02:04: Also schon immer die Landwirtschaft?
00:02:07: Die Maschinen – das war schon immer so ein bisschen in den Wiegel gelegt auch?
00:02:10: Es ist vielleicht auch in den Kindesbeinen ein bisschen nachdem mein Vater auch Mechaniker sozusagen war und mit den Landmaschinen daheim auf dem Betrieb man sich auch sehr stark angefreundet hat, ist natürlich ja der Berufsweg durch sehr stark landwirtschaftlich und maschinell geprägt.
00:02:26: Die Landwirtschaft, das stellen wir uns vor.
00:02:29: Kühe?
00:02:29: Hühner?
00:02:30: Schweine?
00:02:31: Ein Kornfeld?
00:02:32: Ein Acker?
00:02:33: Warum Kräuter?
00:02:35: Ja die typische Landwirtschaft besteht genau aus diesen genannten Dingen.
00:02:39: Wir haben das Glück gehabt, in den Betrieb von meinen Großeltern übernehmen zu dürfen und sind dann relativ schnell auf gut Deutsch auf die Schnauze gefallen Zwar nicht verschuldet, eher unverschuldet.
00:02:55: Wir haben den Betrieb übernommen und haben dann nochmal gestartet mit einer Schädlings-Saison.
00:03:00: der was bei uns Burkenkäfer gehasst hat Das heißt ein Existenzbein die Forstwirtschaft ist innerhalb von drei Jahren ausratiert worden Und der was sich noch bissel zurückgeinnern kann war es auch das dass wir hier in dem Jahr des Jahrhunderts und wir dann natürlich an die Futtergrundlage für unsere Tiere sozusagen verloren haben.
00:03:20: Aber es gibt ja nicht ohne Grund Zufälle oder jeder definiert Zufelle anders.
00:03:26: Meine Frau ist dann durch ein Zeitungsbericht auf den Kräuteranbau aufmerksam geworden und der Traum war sowieso in einer Landwirtschaft so zu leben, dass man sich einen Vollerwerb führen kann.
00:03:39: Und da ist ihm der Kräutereinbau uns sozusagen vor die Füße gefallen und wir haben uns über das Experiment drübergetraut
00:03:46: Beschreib uns deinen Hof oder euren Hof ein bisschen, wie groß ist der?
00:03:50: Wie wird bewirtschaftet und welche Kräuter baut ihr an.
00:03:53: Also wir haben den Betrieb führen wir mit vierunddreißig Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche sind ausschließlich einen Kräuterbetrieb.
00:04:02: das heißt bei uns Wachsen außer Leguminosen die was für die Bodengesundheit zuständig sind eigentlich dann nur mehr Kräute in unterschiedlichsten Variationen sei es Menzen Apfelmenze Pfeffermenzen aber auch wie Brennnessel.
00:04:16: Ja, es gibt wirklich Betriebe die was Brennnessel kultivieren.
00:04:18: Die kann man mit allen Senden sozusagen bei uns erleben aber genauso in den Gewürzbereich Oregano das natürlich auch sehr speziell für Smithfield ist und das absolute Highlight ist natürlich im Juni-Slavendlfeld.
00:04:33: Bei euch duftet er es vermutlich immer oder?
00:04:36: Man warst zumindest bei dazu vor, zu schauen was aktuell getrocknet wird.
00:04:40: ja
00:04:41: Das heißt, dass vielleicht oftmals ein strengere Klima da schon angesprochen im Müllviertel ist?
00:04:45: Es ist kein Problem.
00:04:47: Es ist das Klima an sich kein Problem, man muss nur die richtige Kultur dazufinden.
00:04:52: also es wächst sicher bei uns auch nicht alles was sozusagen es auf der Welt gibt.
00:04:57: Man muss sie doch schon ein bisschen damit befassen und mit der Kulturführung und vor allem mit den Wachstumsbedingungen sich der Pflanze auseinandersetzen.
00:05:06: Woran lernt man das?
00:05:08: Gibt's da schlaue Bücher.
00:05:09: Es gibt schlaue Bücher.
00:05:11: Nach meiner Erfahrung ist Learning by Doing aktuell die beste Möglichkeit, sich über neue Kulturen darüber zu trauen.
00:05:18: Dann hat man das anbaut und dann wird geerntet?
00:05:21: Da stören wir das so vor wie wenn ich mit der Küchenchere ins Hochbet gehe und mal einen Schnittlach schneide oder... Wie wird denn geernted?
00:05:27: Kann man machen!
00:05:27: Ist aber sehr langwierig.
00:05:29: Also gerade dieser Platt-Ernte sozusagen wo bei uns die ganzen Kultureen reinfallen ist maschinell zu ernten.
00:05:36: Da gibt es spezielle Maschinen, die man sich entweder komplett selber baut oder umbaut, um eben das Produkt in Tee, die Kräuter und die Minzen ohne Bodenkontakt vom Feld in die Trocknung zu bekommen.
00:05:50: Das heißt dass sie sauber sind?
00:05:51: Genau!
00:05:51: Dass sie keinerlei Verschmutzungen haben von Erde und sonstigen Anhaftungen.
00:05:55: D.h.,
00:05:56: es geht gleich in die Trocknung ohne Waschvorgang?
00:05:58: Genau bei uns ist die Natur sozusagen pur direkt vom Feld im Trocknen.
00:06:02: Es gibt keine Zwischenbehandlung Und das ist auch der Grund, warum der Transportweg vom Feld direkt in die Trocknung so kurz wie möglich gehalten wird.
00:06:12: Das heißt eure Felder sind wirklich rund um den Hof?
00:06:15: Das weiteste Feld ist vor fünf Minuten entfernt.
00:06:17: ja!
00:06:18: Die Trocknungsanlage ich habe gelesen, die hast du selber gebaut.
00:06:22: Das ist richtig.
00:06:23: wir haben uns im Jahr zwei Tausend neunzehnten dazu entschlossen dass wir diese Trocknis Anlage errichten und wir haben da das Glück gehabt Kreutokollegen kennengelernt haben, die wohl schon Erfahrung in dem Bereich der Trocknung haben.
00:06:37: Es ist keine handelsübliche Trocknung wie man es sich vorstellen kann – es ist trotzdem viel Eigenbau und viel Know-how dahinter!
00:06:44: Wir haben dann mithilfe deiner Kollegen und einem Maschinenbauer sozusagen eine maßgeschneiderte Trocklung bei uns im Betrieb im Jahr- und Jahrzehnte nehmen dürfen, die was extremste Vorteile im Niedertrocknungsbereich widerspiegeln können.
00:06:59: Also schonend getrocknet sozusagen?
00:07:01: schonen und vor allem auch effektiv ressourcenschonend in der Energieverwertung.
00:07:07: Wie groß stellen wir uns so eine Trockenmaschine vor?
00:07:10: Ist das eine riesige Anlage, die da bei euch am Hof steht?
00:07:13: Maschine ist vielleicht ein bisschen der falsche Begriff.
00:07:16: Es sind mehrere Bauteile sozusagen, wo sie dann in einem Stück bewegen.
00:07:22: Also es gibt eine grün Verarbeitung.
00:07:25: Bei mir haben sich den Gedanken gemacht Eine Pflanze besteht ja aus Blättern und Stängel.
00:07:30: Warum muss ich Stängeln mitdrucken, die was eigentlich Abfall unter Anführungszeichen sind?
00:07:36: Das heißt wir haben eine Grünverarbeitung installiert wo man ein Großteil der Stängel schon vorm Trockenprozess der Anlage entnehmen das wir wirklich nur fast reine Blätter trocknen.
00:07:48: Biokräuter!
00:07:49: Was bedeutet bio?
00:07:50: Das heisst sie werden einfach nicht gespritzt.
00:07:52: oder ist da mehr dahinter
00:07:55: Bio, es wird einfach nicht gespritzt.
00:07:56: Ich glaube, dass bio auch eine gewisse Lebenseinstellung an sich ist.
00:08:01: Wir haben ja schon gesagt wir sind eher in der kleinstrukturierten Landwirtschaft unterwegs und da war für uns einfach der Weg bio weiterzuführen auf die Hand.
00:08:10: Ja, bio ist sicherlich nicht die einfachste Form der Bewirtschaftung aber die ehrlichste Form.
00:08:16: Es ist viel Handarbeit und trotzdem auch viel Know-how.
00:08:19: Aber am Ende vom Tag ist er trotzdem wenn man so ein Tee fällt reinschaut.
00:08:25: Es gibt eine gewisse Befriedigung, dass glaube ich der Weg denn, was mir eingeschlagen hat, da richtig ist.
00:08:30: Und bio rentiert sich noch?
00:08:32: Ich glaub Bio rentiert dich auf jeden Fall weil auch Bio ein gewisser Teil Unabhängigkeit ist.
00:08:39: Man kriegt es in der Weltpolitik immer mit, es eignet sich eigentlich stundenmäßig das Anschauungsbild in der Welpolitik und die Weltgeschichte.
00:08:47: Wir haben so weit geschafft, dass man soweit es geht unabhängig sind vom Markt, sprich auch von der Düngerung.
00:08:55: Wir produzieren uns in eigenen Düngers selbst mit der Kompostierung.
00:08:59: Das heißt alle nicht Kräuterflächen wo bei uns Leguminosen wachsen die werden bei uns kompostiert und ist dann für die Kräutervlächen wieder der Dünger.
00:09:11: also wir arbeiten dafür im Kreisläufe und durch das glaube ich schaue dass speziell in Krisenzeiten auch Bio eine Chance ist.
00:09:19: Das war nämlich die nächste Frage.
00:09:21: Die Landwirtschaft ist ja immer ein großer Bedrängnis eben wie du gesagt hast, Düngemittel, Klimawandel, hohe Energiekosten.
00:09:27: aber ich schätze mal du hast vielleicht auch Photovoltaikanlage und kannst größter als Autark arbeiten?
00:09:32: Wäre schön wäre wirklich schön!
00:09:34: Wir sind mit der Trocknung so gebunden wenn wir zu trockenen beginnen dann müssen wir vierundsantie Stunden durchdrucknen.
00:09:41: Ja wir haben eine Photovoltalkanlage das aus Tagesübersinn wir eigentlich Energieautark.
00:09:47: Aber leider halt in der Nacht müssen wir trotzdem auf externe Stromlieferanten zugreifen, aber es lässt sich trotzdem viel in der Organisation optimieren.
00:09:57: Also es gibt trotzdem noch viele Stellschrauben wo man effizienter werden kann.
00:10:03: Stichwort Lavendelblick.
00:10:05: Was kannst du instantan dazu sagen?
00:10:06: Du hast das ja schon angesprochen im Sommer deine Lavendelfelder
00:10:10: Da muss ich vielleicht ein bisschen ausholen.
00:10:12: Der Lavendlblick ist eine Form der kreativen sozusagen Betätigung, zu mir dann einfach gesagt der Weg entsteht im Gehen.
00:10:22: Also es war aus dem Jahr zwanzig nicht geplant dass wir einen Lavendel kultivieren.
00:10:26: Auf einmal haben wir gehabt das war ein Projekt mit der Bio-Schule Schlegel den Lavendl anbauen sozusagen im Müllviertel mal zu etablieren.
00:10:33: das waren die ersten Versuche und man sagt mit unterschiedlichen Sorten okay wohin geht die Reise?
00:10:39: Ja aus dem Lavender hat sich auch eine Kooperation mit einem Imker ergeben.
00:10:44: Das was bei uns war sind jetzt auch Binnenvölker, Leasing sozusagen auf dem Betrieb und genauso wie angesprochen der Lavendelblick ist eigentlich aus derselben Ehre entstanden.
00:10:56: Ich habe einen Kollegen kennengelernt der was aus der Gastronomie kommt Und bei uns ist ja der Lavender dazwischen begründet.
00:11:04: das heißt es gehört immer gemäht und bei den Mähngängen gleich mal drei vier fünf Stunden mit Rasenmeer Traktor drauf und da hat man in viel Zeit nachzudenken.
00:11:14: Und das Coole bei dem Feld ist, dass es eigentlich auf einer Anhöhe ist wo man wirklich Willeringfoss bis Linz sozusagen sieht.
00:11:25: und da ist dann nochmal die Idee geboren schafft man es nicht kulinarik oder Lavendel direkt auf den Feld zu vereinigen.
00:11:34: Mit einem Ritsche ist uns dann die Idee entstanden den Lavendlblick ins Leben zu rufen.
00:11:40: der hat heuer wirklich sein Premiere.
00:11:42: Das heißt wir stellen eine Almhütte mitten im Lavendelfeld auf, die was auf einer Seite offen ist mit einem Blick über das Lavendelfeld.
00:11:52: Es gibt dann unterschiedliche Themen zu arbeiten sprich Weinbegleitung, Bierbegleitungen mit der Schlägelbrauerei und dazwischen immer ein Genussmenü.
00:12:01: Das Highlight unter anderem ist sicher die Whisky Verkostung mit Peter Affenzeller um einfach den Leuten an sich trotzdem wieder an der Basis abzuholen, wo entsteht eigentlich das Produkt?
00:12:12: und in dem Fall, wo entsteht eigentlich der Lavendel?
00:12:15: Hättest du doch das da Lavendl bei uns so gut blüht und wächst und gedeiht.
00:12:20: Die ersten drei Jahre nicht!
00:12:21: Wir haben genauso Lehrgeld zahlen müssen.
00:12:23: mit jeder Kultur was man frisch auf dem Betrieb kultiviert hat natürlich gewisse Herausforderungen mitprogrammiert.
00:12:31: Man lernt damit umzugehen, man lernt die Eigenheiten der Pflanzen kennen zu lernen und im besten Fall halt bestmöglich umzusetzen.
00:12:40: Gibt's was wo du sagst das möchte ich unbedingt in nächster Zeit einmal probieren zum Anpflanzen von Kräutern aus aller Welt?
00:12:47: Prinzipiell ja!
00:12:48: Ich bin schon ein bisschen geheilt von der Experimentierfreudigkeit.
00:12:51: wir haben die letzten Jahre schon einiges versucht vom Petersilie wo es nicht einmal schief ging sondern dreimal schief gegangen ist.
00:12:59: also Da ist man einfach wirklich okay, aufstehen, krönchen richten und weitermachen.
00:13:04: Wir haben es jetzt tatsächlich wieder in ein neues Projekt reingeschommelt sozusagen oder reingewagt.
00:13:10: wir versuchen gerade den Pfefferanbau im Müllviertel Momentan noch mit überschaubaren Ergebnissen aber man weiß nicht was die Zukunft bringt
00:13:18: Oder was das Wetter bringt.
00:13:20: Genau
00:13:21: Euer Hof ist immer für Besucher geöffnet.
00:13:24: Was kann man bei Euch erleben?
00:13:25: Was kann Man da sehen?
00:13:27: Prinzipiell ist er immer geöffmet bei Voranmeldung, nachdem wir im Sommer eigentlich unsere Hochsaison haben.
00:13:35: in der Pflege, in der Ernte und in der Trocknung sind wir da zeitlich schon relativ knapp angebunden.
00:13:43: Wir haben sie aber Jahr zwanzig trotzdem auch dazu entschlossen diese Welt der Kräuter die es vom Anfang an begleiten von Pflänzchen über die Pflege bis hin zur Trocknungen Präsentieren zu wollen, das heißt wir bieten auch gezielt Führungen an wo man den gesamten Werdegang vom kleinen Pflänzchen bis zum sozusagen fast fertigen Teesacker erleben kann.
00:14:09: Du hast jetzt schon viel gesprochen also wir sind eigentlich bei der Trocknung stehen geblieben.
00:14:12: was wird dann daraus?
00:14:14: Was wird aus den ganzen Kräutern?
00:14:17: es werden wahrscheinlich nicht nur für die Küche verwendet.
00:14:19: Also ein Großteil was wir produzieren ist im Tee und Geburtbereich Das heißt also eben mit Minzen, Melissen.
00:14:25: Das sind typische Tee-Kulturen die wo es entweder Mono oder in Mischungen dann verarbeitet werden oder an Wiederverarbeiter sozusagen verkauft wird.
00:14:36: Der Oregano Typisches Pizza gewürzt sozusagen wird heute meistens als Monodirekt fertig verarbeitete und sozusagen an den Konsumenten gebraucht.
00:14:46: Wo kann man eure Produkte erwerben?
00:14:48: Gibt's das Apov
00:14:50: Unsere Produkte, also wir haben eine kleine aber feine Gewürzlinie und was sich rund um den Betrieb befindet sei es Alpaca-Produkte oder Inkerprodukte die gibt es in Onlineshop.
00:15:00: Von der Landwirtschaft sind wir hauptsächlich rohwarmen Produzenten weil natürlich da die Menge ganzer andere ist Und dort gibts ein Österreich verschiedenste Abnehmer eine davon wann er aussehn immer derfils die Berggröttergenossenschaft Die wo's dann unsere Produkte zu weiteren Mischungen oder Kulturen weiterverarbeiten.
00:15:20: Du bist noch jung?
00:15:22: Ist es dir auch wichtig, dass du vielleicht anderen jungen Menschen mitgibst?
00:15:26: Hey, wer jetzt Landwirt schaut sich das an, ihr kennt's was bewegen, ihr könnts verschaffen!
00:15:30: Ich glaube der Trend geht gerade immer mehr in diese Richtung, daß sie auch junge Leute damit befassen.
00:15:37: hey, von wo kommt eigentlich meine Lebensmittel her?
00:15:41: Landwirts... wird man glaube ich nicht von heute auf morgen, du brauchst trotzdem ein bisschen das gewisse etwas.
00:15:48: Also speziell im Kräuteranbau da ist schon sehr viel Know-how und Technik versteckt.
00:15:54: also wir bauen sich die Maschinen zum Teil selber.
00:15:57: Du kannst eigentlich nichts groß von der Stange kaufen bietet aber auch die Möglichkeit gegen den Trend Wachse oder Weiche eine kleinere Landwirtschaft ein Vollerwerb zu halten.
00:16:09: Ein Landwirt Immer ausgebrucht hat nie Zeit.
00:16:12: oder gibt es noch Zeit für Hobbys, für einen Ausgleich?
00:16:15: Ein großer Ausgreich natürlich die eigene Familie mit den Kindern.
00:16:18: Wir haben drei potenzielle Hofnachfolger sozusagen, die was natürlich auch den Genuss der Landwirtschaft in der Kindheit in vollen Zügen erleben und leben dürfen.
00:16:28: Der beste Lerneffekt ist glaube ich wenn man's früher gelernt hat aufgeschont und skniert dann weiß man okay das kennt des derfostes kann vielleicht später etwas.
00:16:37: Nein, es bleibt Schauerzeit.
00:16:38: Also man muss sich halt diese Urlaubstage oder die Freizeit ein bisschen spezieller eintagten, dass sie vielleicht nicht in der Hochsaison geht dafür schäbt man so den Herbst aus, wo sie dann zeitlich nicht mehr ganz so eskaliert.
00:16:54: Lernst du aktuell etwas Neues?
00:16:57: Prinzipiell lernt man glaube ich jeden Tag etwas Neue speziell in der Landwirtschaft.
00:17:01: Es ist nie jeder Tag da selber und vor allem es ist nie jedes Jahr das gleiche.
00:17:07: Wir sind ständig natürlich am optimieren, am probieren.
00:17:12: Ich glaube auslernen an sich tut man sowieso nie.
00:17:15: die Frage ist nur wie geht man mit neuen Ideen um?
00:17:19: und wir sind da eher in diesem Bereich wann mal Idee haben?
00:17:23: Probieren weiß man es!
00:17:25: Hast du Vorbilder?
00:17:27: Ja ein Vorbild ist vor kurzem nochmal in diesen Podcast sozusagen hier gesessen.
00:17:33: Mit dem was wir im Lavendelblick wieder kooperieren ist der Peter Affenzeller, der was genauso eigentlich auch aus der Landwirtschaft kommt und mit einem genialen Marketing-Streich eigentlich den Betrieb wirklich von Null auf Hundert wiederaufbaut hat.
00:17:47: Vorbilder!
00:17:48: Sagen wir mal jeder, der etwas hinter dem steht, was er tut und der etwas ehrlich meint und der was das mit einer Leidenschaft macht, ist eigentlich prinzipiell ein Vorbild.
00:17:58: Woran glaubst du?
00:18:00: Ich glaube da sind noch Strichs.
00:18:02: Jeder des... kriegt, was er verdient, hocht es jetzt vielleicht ein bisschen hart da und das passiert nichts ohne Zufall.
00:18:09: Wir haben auch im Jahr zwanzig den ersten massiven Tempfer bekommen.
00:18:14: Das war unser erstes Joghwin wo man die neue Trocknungsanlage und dem Betrieb eigentlich einmal so richtig ins Laufen bringt und hat dann nochmal von der Realität eingeholt worden in Form von einem Hagel.
00:18:26: Das heißt das war dann für heute auf morgen wieder mal sozusagen alles weg.
00:18:31: Viele sagen okay, ich scheiße ja kann man nichts machen.
00:18:34: Wir haben gesagt ok es kann uns aber wieder passieren und dadurch ist dann eigentlich dieser Tourismus zweig entstanden.
00:18:40: das heißt wie Anfangs schon gesagt hat Es ist nix geplankt.
00:18:44: wenn sowohl wo wir jetzt stängen so anes ist immer Schritt für Schritt für schritt der nächste Schritt hat den nächsten ergeben Und man weiß nicht was in drei vier Jahren noch kommt.
00:18:53: Aber es fühlt sich richtig an, so siehst du
00:18:55: Das auf jeden Fall.
00:18:56: Mit welchem Promi oder mit welcher Persönlichkeit noch am Leben, oder bereits verstorben?
00:19:01: würdest du gerne einen Kaffee trinken gehen?
00:19:03: Boah!
00:19:05: Hochinteressante Frage.
00:19:09: Die Frage ist muss ein Promi sein oder einfach eine Person die was vor Grund auf ehrlich ist und die was war es was will und die etwas aus eigener Kraft geschafft hat umzusetzen?
00:19:25: Es schaut von außen immer relativ einfach aus, wann irgendein Unternehmen sozusagen gepusht wird oder erarbeitet wird.
00:19:33: Es hat einmal der Leo Hildinger so nett gesagt – bei der Auszahlung ist jeder da, aber bei der Arbeit findet man über kann.
00:19:39: Das sind halt Aussagen die bestätigen sie im wirklichen Leben eigentlich
00:19:44: genauso.".
00:19:46: Wie schaut's mit Social Media aus?
00:19:47: Fluch- oder Segen?
00:19:49: Beides glaube ich, also speziell Richtung Bekanntheitsgradmarketing ein absoluter Segen.
00:19:56: Ich persönlich habe mit Social Media relativ wenig Erfahrung aber wie schon gesagt der Weg entsteht im Gehen.
00:20:03: wir haben durch Zufall eine Fotografin kennen lernen dürfen die wo es uns auf den social media Bereich begleitet aber prinzipiell positiv.
00:20:14: KI ist das nächste Stichwort.
00:20:16: Setzt ihr es vielleicht auch in der Landwirtschaft ein, spielt das eine Rolle?
00:20:19: Kann man vielleicht das Wetter genauer voraussagen?
00:20:22: Ich weiß es nicht!
00:20:23: Beschäftigst du dich damit?
00:20:25: KI oder generell Automatisierung ist bei uns eigentlich geliebte Praxis.
00:20:30: Wir haben die Trocknungsanlage eigentlich fast zu hundert Prozent automatisiert.
00:20:36: Das ist einmal der eine Step in der Effizienz.
00:20:39: Was wir auch haben ist ja, wie jeder es in Garten kennt.
00:20:43: Alles was du pflanzt hat natürlich auch einen gewissen Konkurrenzdruck namens, wer sagt nicht Unkraut?
00:20:49: Wer ist denn dabei?
00:20:50: Kräuter?
00:20:51: Die was man natürlich nicht in Tee haben möchte und da auch mal ganz speziell mit KI und zwar in Form von Bilderkennung.
00:21:00: Das heißt wir fahren damit eigentlich mit einem Traktor drüber.
00:21:04: der was schon mittlerweile selbstständig fährt mittels GPS hat hinten ein Hackgerät drauf, was mittels Kamera in Echtzeit die gute und böse Pflanze erkennt und gezielt dann sozusagen entfernt.
00:21:17: Wahnsinn!
00:21:18: Also das hätte ich jetzt auf einen Bio-Kräuterhof nicht erwartet muss ich ganz ehrlich sagen.
00:21:23: Ich glaube es ist... man darf sich der Zeit und der Technik nicht unbedingt verweigern.
00:21:29: Es nimmt einen viel Arbeit ab, es kann aber natürlich auch eine gewisse Abhängigkeit verursachen.
00:21:35: Also es ist genauso wie in jeder Branche, es getruchen und es geziegen.
00:21:39: Die Frage ist, wie nutzt man sie effektiv?
00:21:42: Jetzt ist mir nur eine Frage eingefallen zu den Kräutern eben... Wie kommst du eigentlich zur Samen?
00:21:46: oder die Pflanzerl?
00:21:48: Menzen an sich, die was von Garten kennt, weil auch meine Minze gepflanzt hat bringt sie eigentlich kaum mehr aus dem Garten raus!
00:21:55: Die Minze hat den Vorteil, sie hat Ableger, das heißt der Seitentrieb bewachsen aus.
00:22:01: Diese Abpfleger reißen wir aus und pflanzen wir auf ein neues Feld.
00:22:05: Also mit Sorten können wir aus den eigenen Beständigen vermehren.
00:22:10: Bei Brennnessel, Oregano und diese Richtung da greifen wir auf Gärtner Rheindruck die wo es uns die Pflanzen vorzieht, die wollen wir dann setzen.
00:22:18: Zum Abschluss Stefan was wünschst du dir beruflich wie privat für deine Zukunft?
00:22:23: Dass man jeden Tag aufsteht dass jeder Tag trotzdem eine gewisse Herausforderung birgt, weil alles was eine Herausforderung bürgt motiviert trotzdem das wieder umzusetzen und zwar wesentlichen Sachen.
00:22:40: Eine Partnerin die etwas nach wie vor hinter den ganzen steht ohne denen sie es auch nicht gearbeitet, weil es waren jetzt trotzdem sechs Jahre eigentlich so richtig HACCO Investition und da braucht man natürlich ja eine Frau die was das Ganze im Hintergrund mitträgt mit die Ideen umgehen, zu lernen sozusagen.
00:22:57: Aber ich glaube das allerwichtigste gut ist trotzdem dass man gesund durchs Leben geht.
00:23:02: Stefan Ehrlinger danke für das Interview und alles Gute!
00:23:05: Finden wir Ihnen Dank!
00:23:08: Hat Ihnen
00:23:08: unsere Sendung gefallen?
00:23:10: Dann hinterlassen Sie uns doch bitte eine fünf Sterne Bewertung.
Neuer Kommentar