Sonja Jahic: Wie Lerninseln Bildung retten – Ein Blick hinter die Kulissen
Shownotes
Die aktuelle Folge von OÖ Ungefiltert stellt Sonja Jahic vor, engagierte Pädagogin und Leiterin der Rotkreuz Lerninsel in Traun. In ihrem Alltag betreut sie gemeinsam mit einem Team aus Pädagoginnen, einer Psychologin, Freiwilligen und einem Zivildiener 22 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren – viele davon aus herausfordernden familiären und sozialen Verhältnissen. Sonja Jahic spricht darüber, wie individuell auf die Bedürfnisse der Kinder eingegangen wird, warum konsequente Förderung und freiwilliges Engagement so wichtig sind und wie Integration und Persönlichkeitsentwicklung praktisch gelingen können. Sie berichtet offen von ihren persönlichen Herausforderungen, vom Umgang mit Leistungsdruck, kultureller Vielfalt und von Momenten, die sie besonders berühren. Dabei wird klar: Hier geht es nicht nur um Nachhilfe in Mathe und Deutsch, sondern um echte Chancen, Selbstvertrauen und Gemeinschaft. Besonders bewegend sind die Geschichten von Kindern, die mit Hilfe der Lerninsel über sich hinauswachsen. Wer erfahren möchte, wie durch pädagogisches Fingerspitzengefühl, Geduld und Teamarbeit Bildungsarmut bekämpft und Integration gefördert wird, sollte diese Folge nicht verpassen. Jetzt reinhören und den Podcast unter https://ooe-ungefiltert.podigee.io/ für alle gängigen Podcast-Plattformen abonnieren!
Transkript anzeigen
00:00:01: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Oberösterreich ungefiltert.
00:00:06: Der Podcast der Persönlichkeiten aus OberÖsterreich vor den Vorhandel.
00:00:11: Mein Name ist Hannes K. Willkommen zu einer neunten Folge unseres Podcasts OberÖstreich ungefiltert!
00:00:27: Heute zu Gast Sonja Jahic, Pädagogin und Leiterin der Rotkreuz Lerninsle in Trauen.
00:00:34: Während Wolfgang Eisner das Projekt ins Leben gerufen hat ist Sonja Jahic diejenige, die täglich mit den Kindern arbeitet.
00:00:42: Sie isst die Chefin vor Ort.
00:00:44: Gemeinsam mit drei Pädagoginnen einer Psychologin freiwilligen Lernbegleittern und einem Zivildiener betreut sie zweiundzwanzig Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren – Kinder, die oft aus schwierigen Verhältnissen kommen, deren Eltern sich keine Nachhilfe leisten können und die hier nicht nur Mathe- und Deutsch lernen sondern auch selbst vertrauen Gemeinschaft und Perspektiven.
00:01:08: Was brauchen diese Kinder wirklich?
00:01:10: Wie schafft man es, jeden Tag aufs Neue Hoffnung zu geben?
00:01:14: Und was lernt man selbst wenn man anderen das Lernen beibringt?
00:01:18: Darüber sprechen wir heute!
00:01:21: Frau Jahitsch herzlich willkommen zu unserem Podcast Oberösterreich Ungefiltert.
00:01:36: Sehr gut.
00:01:37: Sonja, meine erste Frage!
00:01:40: Wie erklärst du einem Kind was du beruflich machst?
00:01:45: Ganz einfach eigentlich.
00:01:47: also das ist immer beim Start-up und so dass die Kinder noch kommen ziemlich eingeschüchtert sind bis sie Angst haben weil es neu ist für Sie.
00:01:54: Ich erkläre Ihnen so dass ich für Sie da bin zur Unterstützung.
00:01:58: Ich bin für Sie hier eben wenn sie Probleme haben wenn sie etwas brauchen Und vor allem bin ich für sie da, dass Sie mit ihnen die Hausübungen machen und sie Unterstützung ihnen eben weiterhelfen.
00:02:07: Egal was sie brauchen.
00:02:10: Und die Kinder verstehen das?
00:02:12: Und nehmen deine Hilfe gerne an?
00:02:14: Das dauert natürlich!
00:02:15: Also v.a.
00:02:16: Kinder sind am Anfang immer ziemlich ein bisschen so eingeschüchtert oder ängstlich wenn sie zu neuen Personen kommen... ...oder neuen Räumlichkeiten auch.
00:02:24: Das merkt man total aber mit der Zeit und mit der Geduld merkt dann, dass sie sich langsam öffnen und dass da wirklich dann etwas passiert mit ihnen.
00:02:31: Das, was du heute machst, das hast du wahrscheinlich nicht von Anbeginen angemacht.
00:02:37: Womit hast du dein erstes Geld verdient?
00:02:40: Bevor ich das gemacht habe, habe ich studiert und bevor er studiert hab auch aus Bürokaufbau gearbeitet und einfach ganz klassisch in einem Büro gearbeitet.
00:02:48: War das der erste Job Kaffee Realjob vorher?
00:02:51: Das
00:02:52: war mein erster Job, das haben wir alle ja gekauft und da wird es gemacht.
00:02:55: genau
00:02:56: Was hättest du gerne erfunden?
00:03:01: Ich hätte gern erfunden, da nehme ich mich jetzt wirklich bei der Arbeit her.
00:03:05: Einfach dass wir ein System haben wo man sagt... Man kann Kindern da täglich helfen also wirklich individuell das man sie wirklich stützt.
00:03:13: es ist nämlich total schwer das umzusetzen weil natürlich da bräuchte man so viel Personal und Ressourcen.
00:03:18: aber ich finde das war total wichtig wenn mal irgendwas innovatives da hätten.
00:03:21: was man sagt man kann wirklich auf jedes Kind individuell eingehen weil nur so kann man wirklich das bestmögliche irgendwie herausholen.
00:03:30: Aber dann hast du ja eigentlich jedes erfunden, was du erfinden wolltest oder entdeckt oder gegründet.
00:03:36: Was du eigentlich erfinden wolltest bei eurer Projekte Lerninsel über das wir später noch reden werden ist so genau das individuell auf ein Kind einzugehen, das nachhüffelt braucht.
00:03:47: Das stimmt wirklich.
00:03:48: deswegen ist mein Beruf meine Leidenschaft.
00:03:50: also das kennen wirklich wenige Menschen so behaupten wie ich.
00:03:53: Ich gehe da jeden Tag so gern hin und vermisse es richtig in Ferien sind keine Zeit habe oder wie ihr immer andere Termine habt, weil da wirklich jeden Tag die Möglichkeit habt individuell ihnen zu helfen und sie zu unterstützen.
00:04:06: Bevor wir von der Lerninsel reden und von dem was die Kinder dort lernen hätte ich eine Frage nehme Was lernst du gerade?
00:04:18: Ich lerne gerade persönlich für mich viel mehr Geduld aufzuweisen Also wirklich da ruhig bei jedem Kind mir hinzusetzen und da immer bestmöglich das zu unterstützen.
00:04:30: Und auch so zu nehmen wie es ist, also am Anfang war ich manchmal wirklich herausfordernd für mich gewesen weil man ein bisschen einen Plan hat und sich als Vorstellung hat wie das ausschauen soll oder funktionieren kann sollte.
00:04:43: Man merkt wirklich bei jedem kind dass Tempo nehmen vom Kind und wirklich das persönliche alles mit integrieren.
00:04:50: Geduld ist eine perfekte Eigenschaft für jemanden, der tagtäglich mit Kindern arbeitet.
00:04:57: Das wusst du, von wem lernst du das gerade?
00:05:03: Von den Kindern selbst!
00:05:04: Man geht da ein und hat auch Anforderungen und Ansprüche an sich selber.
00:05:09: Und dann merkt man, man stößt manchmal in seine Grenzen, weil man wirklich so eine wachsende Vorstellung in sich hat um das Gelernte, was man selber im Studium gelernt hat, gelesen hat... Und dann kommt man dorthin in die Praxis und merkt auch, dass es so funktioniert nicht.
00:05:22: Es muss so und so sein!
00:05:23: Da habe ich wirklich für mich gelernt was bedeutet Geduld?
00:05:28: In den schwierigsten Momenten ist er mit einer Leichtigkeit zu nehmen was am Anfang glaube ich nicht so leicht für mir war.
00:05:35: Mit wem braucht man mehr Geduld?
00:05:37: mit den Kindern oder mit den Eltern?
00:05:40: Mit beiden sag ich jetzt einmal Es ist wirklich ganz unterschiedlich, manchmal eben bei den Kindern mit den Hausübungen natürlich oder das Motivieren.
00:05:48: Dass man das erhinkriegen, dass wir das erschaffen.
00:05:50: Mit den Eltern sind es andere Herausforderungen auch für sie da zu sein und für sie einfach an Rahmen zu schaffen, dass sie wissen ihre Kinder gut aufgehoben.
00:05:59: Sie bekommen nur die bestmögliche Unterstützung, die sie überhaupt wirklich bieten können.
00:06:03: Und ja, es ist wirklich individuell und total unterschiedlich.
00:06:07: Du betreust zweiundzwanzig Kinder von Montag bis Donnerstag?
00:06:12: Zwischen dreizehn Uhr und Schluss, ich glaube das ist sechzehnunddreißig.
00:06:16: Wie sieht so ein typischer Nachtmittag aus?
00:06:19: Genau zu uns kommen eben die vier Kinder von den Vier-Volkschulen in Trauen.
00:06:23: Das heißt sie kommen unterschiedlich bei uns an.
00:06:26: Das Erste wenn sie bei uns ankommen ist dass wir mal ein Mittagessen bekommen.
00:06:30: Sie essen mit uns jeden Tag eben die unterschiedlichen Sachen.
00:06:34: Wir kochen auch gesund oft für sie.
00:06:37: Genau, das ist eben die erste Routine, die sie haben.
00:06:39: Dass wir da wirklich zusammensitzen dieses Bitte-Danke auch, dass die anderen da sind, dass man zusammen sitzen.
00:06:44: Ist es dieses Ritual des Essenes bitte Danke sagen?
00:06:49: Etwas so besonderes?
00:06:50: Kennen das die Kinder aus ihren Familien eventuell nicht?
00:06:54: Genau, so ist es also wirklich... Wo wir sagen auf der Routine Sachen, dass eine kommen früher oder Hallo sagen oder irgendwas, das war am Anfang gar nicht so selbstverständlich.
00:07:04: Das haben wir alles mit integrieren müssen und das funktioniert jetzt wirklich super.
00:07:07: Wir können das reinkommen, das begrüßen, das Essen spielte Danke, Sorgen und einfach auch zu schätzen.
00:07:15: Also es beginnt mit einem gemeinsamen Mittagessen?
00:07:17: Genau so ist es!
00:07:18: Wir haben dann eben draußen einen ganz großen Spülplatz von Rotem Kreuz.
00:07:21: Wir gehen nach dem Essen mit ihnen runter.
00:07:23: Sie können sich dort eben austoben.
00:07:25: Nach der Schule sind sie total noch aufgewühlt ein bisschen und rastlos geht's einmal... Draußen haben sie alles, also da können Sie sich wirklich Austoben spielen und dann mal die verschiedensten Fan-Kort und Federbäuer und alles Mögliche für sie.
00:07:37: Und um drei Uhr nur dreizehn geht dann eben diese Lernzeit los bei uns.
00:07:41: Das ist dann eben so dass die Freiwilligen dann schon angekommen sind bei uns.
00:07:45: Ich habe dann einen Plan in der Früh erstellt wer mit welchem Kind was lernen wird.
00:07:50: Dann sitzt der Betreuungsschlüssel auch so aufgeschlüsselt das eine wachsende und maximal zwei Kinder zusammensitzen.
00:07:57: angefangen wird eben mit den Hausübungen, die werden erledigt und kontrolliert und unterstützt von uns allen.
00:08:03: Und dann wird weiter gefördert.
00:08:05: also bis fünfzehn Uhr geht das Ganze und dann wird eben Hauptfokus auf Sinn erfassendes Lesen und deutsche Sprache gelegt.
00:08:13: Den Unterlagen habe ich mir am Vormittag schon hergerichtet und die Freiwilligen wissen das auch, die nehmen den Unterlagen dann aus sich aus den Fächern und tun die Kinder dann weiter fördern.
00:08:22: Im Team in deinem Team sind drei Pädagoginnen eine Psychologin, freiwillige Lernbegleiter und ein Zivildiener.
00:08:33: Wie organisiert man diese Truppe an Menschen?
00:08:38: Das ist die nächste Herausforderung, würde ich mal sagen.
00:08:41: Insgesamt sind es jetzt zweiundzwanzig Freiwillige, die sind eben so aufgeteilt, dass sie jeden Tag ca.
00:08:47: vier-fünf kommen – das ist ein bisschen unterschiedlich!
00:08:49: Dann haben wir es Personal und die FSJs, also die Freiwilligen Soziales Jahrmitarbeiter auch noch... Zivildiener auch, genau so ist das.
00:08:57: Ich kenne alle mittlerweile schon ziemlich gut weil ich von Anfang an dabei bin und habe eben schon das Gefühl einfach welches Kind kann mit welchen Betreuen ja sehr gut.
00:09:05: Da sehen wir die Verbindlichkeit und die Zuverlässigkeit von den Freiwilligen ganz wichtig.
00:09:10: Und somit ist da eine Routine für die Kinder drinnen also die Wissen wer kommt Dienstag, wer kommt Mittwochs?
00:09:15: Dann wird es auch von mir eingeteilt.
00:09:17: Aber die Verbindung der Freiwillige ist seit circa drei Jahren unangeschränkt.
00:09:24: Genau so ist es.
00:09:26: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen der Lerninsel und einer normalen Nachhilfe?
00:09:32: Der Unterschied, würde ich sagen, ist hauptsächlich bei uns.
00:09:35: Bei uns sind ja Kinder die vom Bildungsarmut betroffen sind und die quasi keine Chance bekommen oder keine Chancengleichheit hätten.
00:09:42: Die Eltern von unseren Kindern können sie an Nachhilfern nicht leisten und somit kommen die Kinder zu uns.
00:09:49: Der Hauptunterschied ist auf alle Fälle eben das Individuelle, was wir da drauflegen.
00:09:54: Also das kontinuierliche, weil die Kinder sind ja meistens von erster bis vierter Klasse bei uns und einfach auch die eineinhalb Stunden wirklich intensiv geübt und gelernt wird, aufs Kind abgestimmt.
00:10:05: Das ist bei einer Naohilfe A so.
00:10:06: aber da hat man ein paar Stunden vielleicht und bei uns sind es doch wirklich ... also über Schuljahr sind wir immer kontinuerlich dafür.
00:10:14: Gibt's oder hat es einen Moment gegeben wo du dir gedacht hast Pum, genau dafür mache ich das.
00:10:22: Ja hat es mehrere Momente gegeben und ich nehme jetzt eins her wo es gar nicht so lange her ist.
00:10:27: da hat mir eine Lehrerin angerufen von der Volksschule von einem Kind und hat sich wirklich bei mir bedankt und hat gesagt sie hat jetzt wirklich wegen dem angerufen damit sie mir sagt dass das so super ist dass es uns gibt des kind hat vorher wirklich nur fünf verkopp also das Potenzial beim Kind gesehen.
00:10:44: aber einfach es hat gemangelt eben an der Unterstützung daheim Und das jetzt wirklich offensichtlich geworden ist, dass es mit uns und der Unterstützung die sie gebraucht hat.
00:10:53: Also es ist wirklich eine Eins- oder Zweierschülerin.
00:10:55: Sie hat wirklich gesagt, sie müssten anrufen um sich persönlich dafür zu bedanken.
00:10:59: Super!
00:11:00: Ist doch eine schöne Geschichte.
00:11:03: Was stimmt dich zuversichtlich?
00:11:05: Zuversichtlich stimmt mir, dass ich merke, dass die Kinder jetzt wirklich gern hinkommen, dass das für sie einfach eine Routine ist.
00:11:13: ein zweites Zuhause würde es fast nennen.
00:11:16: Also sie sagen selber oft wenn Ferien sind oder wenn er mal schulfrei ist, dass sie es vermissen.
00:11:20: Dass die anderen uns vermissen und die Routine was sie bei uns haben.
00:11:24: Und so versichtlich stimmt mir da auch einfach das Projekt zur Wirkung sagt weil das dauert immer und jetzt langsam merkt man wirklich dass das angekommen ist.
00:11:32: Wie oft zweifelst du?
00:11:34: Kommt auch vor dann... Reflektiere dir selber wirklich die ganze Situation, was man dann noch machen kann.
00:11:41: Was da passiert ist, wann man da ansetzen kann.
00:11:44: und das nehme ich jetzt mal persönlich oft, weil du denkst, okay, dann muss man dann auch etwas machen.
00:11:49: Und dann mache ich wirklich so ein bisschen Pläne und reflektiere es wie kann man da jetzt noch etwas abstimmen?
00:11:54: Was kann man dann machen?
00:11:55: wir?
00:11:56: Hier ressourcen und Unterstützung brauchen wir jetzt noch damit das wirklich wieder passt.
00:12:01: Die Kinder, die zu dir kommen sind oft Sozio ökonomisch benachteiligt.
00:12:07: Was bedeutet das konkret?
00:12:09: Und welche Geschichten bringen diese Kinder mit?
00:12:13: Ah, wieder ganz unterschiedlich!
00:12:14: Ich habe Kinder von allen Erziehendenvätern zum Beispiel bei mir.
00:12:19: Also bei uns alle Kinder z.B.
00:12:21: zur Zeit der Migrationshintergrund.
00:12:23: Ich hab Kinder da auch mit Flüchtlingserfahrungen und Kriegserfahrung mit wirklich schlimmen Geschichten wo man wirklich merkt okay das ist wirklich schlimm.
00:12:33: Man merkt es dann eben bei den Kindern, dass da den Anschluss noch nicht gefunden haben wir sie oft auch gar nicht mehr so lange da sind bei uns.
00:12:40: Dass die Freunde noch fehlen der Zugang noch für zu uns, die Kultur und die Sprache alles ist noch nicht da.
00:12:47: Und ja das ist eben ein Thema, das finanzielle natürlich auch sehr oft Genau und das sind Fühlerfaktoren die da mitspielen einfach und jedes Kind hat seine eigene Geschichte in dem Ganzen.
00:12:59: Du förderst ja nicht nur schulische Leistungen sondern auch Persönlichkeitsentwicklung und Sprachförderung.
00:13:07: Kannst du uns da konkrete Beispiele geben?
00:13:11: Bei der Sprachentwickling ist es so, dass ich dann auch wieder schaue wie weit das Kind noch braucht.
00:13:16: Das schau ich wirklich.
00:13:17: also bei manchen Kindern, wo ich merke, da geht's ein bisschen schon besser mit der Sprache.
00:13:20: Da würde ich eben schauen, dass wir das eben vor allem mit dem Sprechen, mit dem Tun, mit den Bilder zeigen, mit wirklich taktiklichen Sachen einfach wirklich auch... Also wirklich, dass da mitkommen können.
00:13:33: Bei manchen Kindern, wo ich merke das ist noch ganz schwer, haben wir mediale Unterstützung und haben natürlich auch dieses Antolienanton
00:13:39: usw.,
00:13:39: wo ich wirklich merke, das Kind kann jetzt noch gar nicht oder ist noch nicht so weit wird eben wie gesagt ganz individuell.
00:13:45: Das ist ganz interessant wirklich bei uns, weil bei jedem Kind dieser anderen Plan jeden Tag von mir in der Früh, wo es sagt, das könnte ja jetzt passen.
00:13:54: Gibt's ein Kind dessen Entwicklung dich besonders beeindruckt hat?
00:13:59: Ja, da gibt es einen Buhr.
00:14:00: Wirklich das war einer der Erste, also wir haben ihn von der Mittellerninsel angefangen haben.
00:14:04: Der ist komisch und er war total verhaltensauffällig, aggressiv eingeschüchtert im nächsten Moment.
00:14:09: Im nächsten Moment hat er geschrien dann wieder geweint.
00:14:11: Da habe ich gemerkt, hier ist es wieder hinter.
00:14:13: Da war enge Zusammenarbeit mit der Schule dort, mit den Eltern oder mit dem Vater zum Beispiel, da war oder ist alleine ziehend mit ihm.
00:14:20: Und er hat selber zu mir gesagt, er weiß gar nicht was man machen soll.
00:14:24: Es ist schwierig die Mama ist nicht mehr da Es ist halt so erkannt, hat aber auch keinen Zugang mehr zu ihm.
00:14:29: Und ja das war wirklich am Anfang so dass wir auch geschaut haben und gedacht haben was braucht's da oder wie wird es in Wirklichkeit?
00:14:35: Das waren fünf Schüler dementsprechend.
00:14:37: Die Schule hat auch gesagt ja versuchtsas also wir sind auch ein bisschen an den Grenzen, aber versuchtsas und ja wirklich mit Geduld und Langsam und alles das ihn so auch zu nehmen wie er isst und dort zu unterstützen.
00:14:49: Auch mit dem Freiwilligen der ihn wirklich auch da zuverlässig immer unterstützt hat war er dann wirklich am Schluss auch ein Zwarerschüler.
00:14:56: Und muss ich sagen, er hat sich am Schluss dann wirklich bedankt und hat gesagt ja es war nicht immer leicht und alles so schwierig manchmal aber dass jetzt viel besser ist man hat's einfach an seiner Energie gemerkt oder in seiner Persönlichkeit also einfach geruhiger geworden ist das er einfach... und er hat dann auch gefragt ob er manchmal vorbeikommen darf zu uns später auch jetzt weil mit der Schule fertig ist und das war dann auch so.
00:15:18: Also als manchmal einfach vorbeikkommen hat einfach geschaut, wie es uns geht oder gefragt, ob ich mich wieder mal mit essen oder mitspielen oder mal das mit anschauen und da hat man schon gemerkt, wenn er sich jetzt nicht so aussprechen möchte oder kann.
00:15:30: Aber das ist angekommen bei ihm.
00:15:34: Was brauchen diese Kinder wirklich?
00:15:36: Außer Mathe und Deutsch!
00:15:39: Sie brauchen Vertrauenspersonen, sie brauchen einen Platz wo sie wissen, sie können dort hinkommen.
00:15:44: Sie können so sein wie sie sind.
00:15:47: also sie werden wegen dem jetzt nicht irgendwie schief angeschaut oder irgendwie angeschrörend oder irgendwas was auf den Schulen oder mit Mitschülern was ich mitkomme auf Thema ist sondern es ist auch wirklich dass sie brauchen ein Raum und Rahmen mit Personen mit Erwachsenen an manchmal wo man sagt okay Sie kennen Höfen, aber sie sind auch Freund.
00:16:05: Also wir sind sozusagen wie Freunde für sie.
00:16:08: Wir schauen da immer so einmal, dass man so eine Goldene Mitte finden.
00:16:11: Dass wir jetzt nicht nur die quasi Erwachsenen sind, weil da ist dann dazu kein ganz Schwierig.
00:16:14: Sondern dass wir sagen, wir sind schon auf Augenhöhe und transparent mit ihnen beieinander.
00:16:19: Und das schafft gerade das Vertrauen!
00:16:21: Weil wenn ich da ein bisschen sage von oben herab schaue, dass ich bin lehrpersonal und ihr datst irgendwie, das funktioniert also gar nicht... ...sondern wir sind also wirklich transparent und auf Augen höhe für sie und mit ihnen da.
00:16:33: Wie gehst du mit dem Kind um, das einfach nicht mehr will oder nicht mehr kann?
00:16:40: Das Thema haben wir oft zum Beispiel bei den kleineren Kindern.
00:16:44: Zum Beispiel Erste Klasse oder Zweite.
00:16:45: Da merkt man, dass manchmal schon noch einer Stunde die Power draußen ist.
00:16:49: Also da kennen sie nimmer und wollen so nimmer als alles dabei.
00:16:52: Was sich bei mir jetzt bewährt hat oder wo ich sage, es passt jetzt wirklich gut ist wenn ich merke, es geht gar nicht mehr.
00:16:57: Ich nehme Sie aus, ich mache ein bisschen Sport mit ihnen!
00:16:59: Also wirklich so, nehmen Sie aus sich und sagen, gehen wir ein bisschen Handstand machen.
00:17:02: Gehen wir uns etwas bewegen.
00:17:03: Geben wir bis jetzt Energie wieder aufholen, ein bisschen locker sein?
00:17:06: Und es hat wirklich gut gepasst!
00:17:07: Also früher habe ich manchmal andere Lernspiele gemacht und gesagt, dass sie sich da jetzt ein bisschen wieder lustiger haben.
00:17:13: aber ich merke diese Bewegung und dieses Energieausselassen hat wirklich... Tut's sich was bei Ihnen weil dann gehts wieder, dann sage ich, können wir uns jetzt wieder hinsetzen und dann ist es wirklich so.
00:17:20: ja, jetzt geht´s wieder.
00:17:21: Mh.
00:17:23: Welche Personen haben deinen Werdegang beeinflusst?
00:17:27: Ich würde sagen meine Schwester am meisten.
00:17:29: Die hat von früh an immer zu mir gesagt, dass ich ganz gut mit Kindern kann oder auch ganz gut geduldig bin und irgendwas machen soll wo ich leere, lernen oder wie auch immer tu.
00:17:40: Ich zum Beispiel habe mir das schwer vorstellen können, ich hab immer gesagt na wenn vielleicht mit Erwachsenen oder so im Studium selbst und für mich wie dann ötter geworden bin, habe ich gemerkt irgendwie ja Erwachsene passt gut.
00:17:51: aber das mit den Kindern da kann man noch so viel bewirken, da kann noch soviel kaufen werden und da ist nur so viel da dass ich mit dem widmen werde.
00:18:01: Was kann man von dir lernen?
00:18:03: Von mir kann man lernen, die goldene Mitte zu suchen sozusagen weil das war auch das was ich für mich selber jetzt in den letzten Jahren vorhin gelernt habe Dass sie einfach die Balance auf Zwischen... Das muss jetzt gemacht werden.
00:18:16: Das ist jetzt einfach zum Beispiel im Haushübung.
00:18:18: Das müssen wir ledigend das Kärtgemacht.
00:18:20: aber auf der anderen Seite schaut ihr scharf mal, es geht und dann haben wir wieder Freizeit und dann passt's.
00:18:26: Du arbeitest eng mit den umliegenden Volksschulen und deinen Eltern zusammen.
00:18:31: Wie funktioniert diese Zusammenarbeit?
00:18:35: Ganz gut, also da muss ich jetzt einfach das so heraus sagen ganz gut die Schulen sind sehr kooperativ.
00:18:40: wir haben dort zwar mal im Jahr Besprechungen welche Kinder eben für die Lerninsel nominiert sozusagen werden welche die Lerniensel besuchen werden.
00:18:47: des entscheidendem die Direktorinnen die wissen immer am besten mit dem Lehrpersonal wer es von ersten braucht.
00:18:54: Das funktioniert ganz gut.
00:18:55: Ich bin mit den Lehrerinnen selbst immer wieder im Austausch und in Kooperationen, was brauchen wir?
00:19:00: Also auch unter dem Jahr tauscht es ja ja aus.
00:19:04: Weil es könnte sein, dass ein Kind so einen Aufschwung hat, das es euch nicht mehr braucht und am anderen Kind der Platz angeboten wird.
00:19:13: Genau, so ist es, denn vorher haben wir einmal gehabt.
00:19:15: Also ich bin da wirklich mindestens einmal im Monat im Austasch mit dem Lehrpersonal und somit ist das ganz gut gegeben sind ja täglich da die Hundekinder meistens auch ab bei uns.
00:19:26: Und da ist wirklich jedes Mal, wenn sie es abholen, so ein kurzes Rückmelden wie war's heute?
00:19:30: Was braucht's noch?
00:19:31: War is was passiert?
00:19:33: Genau!
00:19:35: Die Lerninsel wird dir von freiwilligen Lernen und Gliesecoaches unterstützt.
00:19:40: Was motiviert denn diese Menschen?
00:19:43: Und was würdest du jemandem sagen der überlegt selbst mitzumachen?
00:19:48: Ich denke, dass unsere Freiwilliger meist motiviert.
00:19:50: Dass sie etwas Großes bewirken können.
00:19:53: Teilhabe der Gesellschaft zu seiner Aktive noch.
00:19:56: Sozusagen, dass sie jeden Tag ... Nicht jeden Tag aber den Stundenplan zum Beispiel bei uns haben und wissen okay an dem und den Tag muss ich da und dahin.
00:20:04: Und eben wir schauen immer das es auch die gleichen Kinder sind, um die unterstützen.
00:20:08: Auch die Regelmäßigkeit und die Erfolge, die Sie aussägen.
00:20:11: Also sie sagen selber oft wenn sie nach der Leeransetzung mit mir kommen und sagen war das ist jetzt voll gut gegangen Das Kind hat sich total weiterentwickelt, das hat super funktioniert.
00:20:19: Es ist ein persönlicher Erfolg für sie und da merkt man es.
00:20:23: Und ja, da waren ganz viele bei mir die wirklich gesagt kommen ich jetzt mal gar nicht so mit Kindern vorstellen können.
00:20:28: aber jetzt muss ich sagen wirklich eben die Öffnen Sie zum Beispiel, die öffnen sie nach der Zeit.
00:20:33: Es tut sie was, es bewegt sich etwas und ich glaube diese Bewegung auch für die Gesellschaft dazu zu sein um was zu
00:20:39: bewirken.".
00:20:40: Du hast auch eine Psychologin im Team.
00:20:43: Wann brauchen Kinder?
00:20:45: mehr als nur Nachhilfe.
00:20:47: Das ist, wenn man merkt wirklich eben dass wir an unsere Grenzen stoßen also wenn wir wirklich merken das wir mit jeglichen Kompetenzen ansetzen was wir haben das da nicht mehr weiter geht dann wird sich herangezogen auch wenn wir merken dass der harm schwierig ist.
00:21:02: es ist ja so dass wir da manchmal auch mit sozialarbeit und zusammenarbeiten oder eh die uns kontaktieren in manchen familien sind aktiv drinnen Und ja, da weiß man es eh.
00:21:11: Da wissen die Eltern das auch schon, dass beim Kind was auffällig ist und dann wird's herangezogen.
00:21:18: Und wie wichtig ist der Zivildiener für dieses Projekt?
00:21:21: Die sind auch total wichtig.
00:21:22: Die sind total aktiv.
00:21:23: Die Sportlichen sollten jetzt mal... ...und die Kinder mit den Kindern noch ein bisschen ab und zu.
00:21:29: Also die lieben das so mit ihnen herumzutun und herumzudun.
00:21:32: Ein Ferienprogramm ist total aktiv mit ihnen.
00:21:35: Das Liebensartem haben sie einen totalen Zugang zu denen gefunden und die Zivildiner auch.
00:21:40: Also der ist auch immer am Anfang so, die haben da keine Farben mit Kindern.
00:21:43: Aber wirklich wenn es dann fertig sind und sagen selber das war total schöne Zeit.
00:21:48: Woran glaubst du?
00:21:49: Ich glaube dass dieses Projekt großes großes Potenzial hat.
00:21:53: Dass er's so wie es is am Anfang wirklich also mal geschaut hat was wird des Wie wird das wie wir das funktionieren?
00:22:01: macht das wirklich Sinn wie wirds wirklich sein?
00:22:04: Und ich glaube wirklich dass jetzt nach den Jahren eben durch die ersten Erfolge regelmäßige durch die Freiwilligen, durch die Mitarbeiter und die ganzen rundherum was da mitwirken und mithelfen.
00:22:15: Dass das wirklich noch etwas ganz Großes sein wird kann und ist und dass da wirklich für viele Kinder also die einzige Chance sein wird, dass den Anschluss auch aufhinden.
00:22:26: Könntest du Gott eine SMS schreiben?
00:22:29: Was würde drinnen stehen?
00:22:32: Vielen Dank für die Möglichkeiten.
00:22:35: Wenn ich heute sterben würde dann wäre das
00:22:39: ein glückliches Ende.
00:22:41: Nicht zu früh?
00:22:44: Man geht mit dem Leben mehr leben und nicht der Zeit mehr leben, ja!
00:22:48: Es gibt sicher Momente an denen du an deine Grenzen kommst... wie gehst du damit um?
00:22:54: Ich hole mich da.
00:22:55: also persönlich muss ich sagen mache viel Sport und das ist eben auch ganz gut als Ventil für mich wo ich wirklich mit Energie und meinen Gedanken so für mich sein kann sie ausgelassen kann und wieder sammeln kann Und dann einfach wirklich mit der Reflexion, was ist da passiert und weswegen.
00:23:09: Was ich mir auch in einer Lerninsel angeeignet und angelernt habe, ist dieses Impulsive oft, dass man im Moment hat, wenn etwas passiert oder manchmal muss es jetzt gleich lösen und auf der Stelle einfach, dass sie sagt, ich schlafe mal nach drüber.
00:23:23: Also wenn die Möglichkeit da ist natürlich, wenn's nicht akut ist... Aber sie sagt ich schlaf noch drüber, überlegt man das?
00:23:28: Was ist dort passiert?
00:23:29: Weswegen?
00:23:30: Was braucht's da noch?
00:23:31: Und dann ist es wirklich so, dass im nächsten Tag aufstehen ganz andere und Gedanken zu dem habe.
00:23:36: Und weder besser sammeln kann, auf alle Fälle.
00:23:39: Was ist das schwerste Teil deiner Arbeit?
00:23:42: Zusatzfrage – was ist der schönste Teil der Arbeit?
00:23:46: Das Schwerste Teil ist sicher konsequent, das Ganze durchzusetzen, das ganze auch zu koordinieren.
00:23:53: Es ist schon ein bisschen Generationengeschichte bei uns mit dem Personal ... dann mit den Freiwilligen, die sind meist pensionierte Leute zum Beispiel.
00:24:01: Dann haben wir Zivildiener, FSJ und so weiter.
00:24:03: also das ist wirklich altersübergreifend sozusagen.
00:24:06: Dass sie schauen muss wirklich dass man sozusagen jedem recht macht ein bisschen, dass man auf jeden schaut, dass für jeden auch passt dort, dass jeder gern hinkommt und dass das Ziel verfolgt wird.
00:24:15: Das ist sicher einer der größten Herausforderungen.
00:24:17: aber auch das Schönste ist einfach, dass sich am Ende des Tages das greift Also dass das für alle passt.
00:24:23: Ich frage immer noch, wie ist es vielleicht gewesen?
00:24:25: Wie hat's gepasst und dass man da auch einfach merkt, dass es dort funktioniert?
00:24:30: Du hast gerade vorher gesagt, hundert Prozent der Kinder in dieser Lerninsel haben Migrationshintergrund.
00:24:37: Feiert sie am Nachmittag dann auch so Bräuche wie Nikolaus Advent, St.
00:24:42: Martin fest, wie auch immer unsere Bräucher heißen?
00:24:46: Genau, so ist es also.
00:24:47: Es ist alles dabei und sonst kommt er Nikolo Es ist eben ein Adventskalender.
00:24:53: Wir haben aber auch, wenn jetzt die muslimischen Freitag geworden sind, Beidam
00:24:56: usw.,
00:24:56: wir haben mit ihnen gemalt gebastelt und so weiter.
00:24:59: Es ist alles dabei.
00:25:01: Wir nehmen alles an.
00:25:02: Die Kinder sind total schon gewohnt.
00:25:03: Und es ist egal welche Nation, Religion usw.
00:25:06: Das ist ein Miteinander des Wichtigste.
00:25:08: Bei Kindern merkt man das noch.
00:25:10: sag ich mal, ungeschriebenes weißes Blatt noch.
00:25:13: Und nicht so wie wir wachsen oft manchmal, sondern sie sind.
00:25:16: und dann merkt man da sind keine Verurteile, da geht's noch nix dazu zu sagen und jeder nimmt jeden so wie er ist.
00:25:21: Was
00:25:22: bedeutet es persönlich für dich wenn du merkst ein Kind versteht plötzlich das was es vorher nicht verstanden hat?
00:25:32: Das ist immer für mich sehr emotional muss ich sagen.
00:25:36: Das ist oft so ein Waueffekt auch für mich.
00:25:39: Man versucht und tut, aber wenn man wirklich die Früchte sieht dann ist es immer so ein Waueffekt und so emotional für mich weil ich denke mir immer das ist so das Fundament oder der Grundstein Und man weiß ja nie wo das hinführt und für was das eigentlich das Fundamental war.
00:25:54: Ich denke mir im Fallen wenn's um sinnfassende Lesen geht oder um andere Verständnisse was vorher nicht gehabt haben Dann wissen wir zum Beispiel, dass es für die schulische Laufbahn ganz wichtig ist und dass das als Grundfondament gesetzt worden ist.
00:26:09: Was ist in der Pädagogikstil los?
00:26:13: Ich würde sagen, die Schwarze Pädagogik wird jetzt heutzutage eh nicht mehr so praktiziert.
00:26:17: Gott sei Dank!
00:26:19: Schwarze pädagogiker habe ich noch nie gehört...
00:26:22: Die alte Pädagogik, also wirklich das Autoritäre.
00:26:25: Das ist wirklich schwarze Pädagorie?
00:26:27: Ja genau.
00:26:28: Schwarze
00:26:28: Magie und so.
00:26:30: Mit Magie hat es nichts zu tun.
00:26:31: Es war auch heute schwarzen Pädagogeg damals.
00:26:33: So ist es.
00:26:33: Das waren diese strengen Autoritären von früher was man gekannt hat.
00:26:37: Da können wir froh sein dass wir von dem Wald weg sind.
00:26:40: und ja dass es wirklich ein Miteinander ist aber für die Kinder und dann merkt man wofür viel mehr weiterbringt.
00:26:45: Die Lerninsel soll Bildungsarmut verringern und Integration fördern.
00:26:52: Glaubst du, dass das gelingt?
00:26:54: Ja auf alle Fälle.
00:26:55: Also ich glaube wirklich und vor allem durch das kontinuierliche und eben auch die Zeit was wir da aufwenden mit dem Personal, mit uns, mit den Kindern.
00:27:06: also ich glaube wenn man da wirklich dran bleibt, dass es möglich ist.
00:27:12: Was müsste sich im Bildungssystem ändern damit Projekte wie die Lerninsel nicht mehr notwendig sind?
00:27:20: Also es würde auf jeden Fall viel, viel mehr Personal benötigen und vor allem kompetentes Personal sozusagen.
00:27:27: Ich merke bei den Kindern bei uns, sie kommen oft mit Haussümmungen, die sind absolut nicht machbar für sie.
00:27:32: Man muss sich mal vorstellen da sind oft Kinder da, die zwar drei Monate in Österreich sind und ich bekomme Texte mit Sinn-Erfassenden und Textverständnissen wo wir selber dann wirklich hinschreiben.
00:27:41: das ist nicht möglich und das ist auch nicht das sinn der Sache dass man jetzt mit dem Kind dort sitzen und dem Lüster aufträngen weil er jetzt nicht einmal weiß was ein Hundhauskatze isst.
00:27:49: ja Da sind die Lehrer aber eh dann kooperativ.
00:27:52: Die sagen ja, stimmt das bitte?
00:27:53: Wo ihr glaubt's?
00:27:55: Man merkt halt einfach dass sie in ihre Ressourcen stoßen.
00:27:58: Also sie haben natürlich eine große Klasse Sie haben schon auch diese Deutschförderklassen und so weiter.
00:28:03: Aber es sind einfach zu viele Kinder eben, die den Förderbedarf hätten.
00:28:08: Du vermittelst dir nicht nur Wissen sondern auch Werte- und soziale Kompetenzen.
00:28:13: Welche Werte sind dir besonders wichtig?
00:28:16: Mir ist es besonders wichtig, dass das ein Miteinander ist.
00:28:20: Dass die Kinder lernen, dass eben keiner wichtiger weniger wichtig ist, dass einfach auch das eine Gemeinschaft ist und auch außerhalb der Lerninsel, dass man nicht zueinander isst, liebt zueinander ist, miteinander immer reden kann.
00:28:32: Und wenn man Hilfe braucht, auch die von Erwachsenen bekommen können, dann sind einfach so Werte dieses... herzliche, was meinen Versuch um mitzugeben.
00:28:41: Diese Emotionen auch die unterschiedlichen zu respektieren und haben zu dürfen.
00:28:46: Ja das ist oft ganz wirklich ganz auf der Thema bei uns wo früher vielleicht ein Kind geweint hat und ja dann haben zum Beispiel gelacht oder dass irgendwie sehr hetzkraus gemacht und es ist heute zum Beispiel gar kein thema mehr.
00:28:55: man merkt dann dass die anderen eher zugehen und das verstehen Und dass halt wirklich jetzt ein Miteinander ist.
00:29:00: einfach auf später sage ich jetzt mal fürs Leben für sie ist das ganz wichtig.
00:29:05: Bildung als Schlüssel zur Integration.
00:29:08: Würdest du diesen Satz so unterschreiben?
00:29:11: Ja, Bildung und Sprache auf alle Fälle ist sicherer Schlüsselkompetenz zur Integration.
00:29:17: Es ist eben glaube ich sicher das Fundament des Masetzen wo dann alles andere aufgebaut wird nicht nur sondern eben wie gesagt die sozialen Werte sind da ganz wichtig das Miteinander und das Kulturelle auch.
00:29:28: Auf welche drei Dinge würdest du niemals verzichten wollen?
00:29:32: Persönlich oder in der Arbeit
00:29:35: Du verzichtest Persönlich oder in der Arbeit?
00:29:39: Auf die ich nie verzichten würde.
00:29:42: Dinge, auf die ich nicht verzichten werde wäre meine Freizeit.
00:29:46: Du kannst da drei persönliche und drei berufliche nennen.
00:29:50: Das wird immer mehr!
00:29:52: Nein gar nicht.
00:29:54: Das ich gar nicht verzichten möchte ist wirklich meine Freizelt also auch dass ich die Balance finden kann.
00:29:58: Ich habe zwölfe Arbeit und bin das sehr gerne weil ich brauche eben auch wieder meine Zeit für mich.
00:30:03: verzichten will ich auf gar keinen Fall, auf meine Freunde und Familie.
00:30:06: Das sind die Essenz quasi von mir.
00:30:07: Die brauche er da zum Reflektieren zu unterstützen und auch wirklich zum Leben sozusagen.
00:30:12: Und ja, mein Arbeit!
00:30:14: Weil sie macht einen ganz großen Stellenwert in meinem Leben.
00:30:17: Ja man ist so wie man sagt oft mehr in der Arbeit als daheim.
00:30:20: Und das macht mir aber halt so viel Spaß dass ich gar kein Problem damit habe, dass ich sehr viel Arbeit und das einfach gern mache.
00:30:28: Was wünschst du dir für die Lerninsel in den nächsten Jahren?
00:30:32: Ich wünsche mir für die Lerninsen in den nächsten Jahren, dass sie weiter aufgebaut wird.
00:30:38: Dass das kontinuierlich so bleibt mit der Freiwilligkeit und der Zuverlässigkeit, mit dem Engagement was eben die Mitbürger mitbringen.
00:30:48: Dass es auch so weiter läuft und man merkt wie gesagt von Anfang bis jetzt den Unterschied gebracht wird oder dass die Kinder wirklich die Möglichkeit kriegen, das dann zu schaffen.
00:31:03: Was möchtest du den Kindern der Lerninsel mit auf den Weg geben?
00:31:08: Dass sie so sein sollen wie sie sind, dass es okay ist so wie Sie sind und dass sie alles schaffen können was sie wollen.
00:31:15: Dass es da überhaupt keine Grenzen gibt.
00:31:17: Das es vielleicht am Anfang schwierig scheinen mag aber in Wirklichkeit gibt's absolut keine Grenze für nix
00:31:24: Wenn Du einen Wunsch frei hättest Für die deren Insel, für die Kinder, für dich selbst.
00:31:29: Welcher wäre das?
00:31:31: Das... Da überlege ich jetzt kurz.
00:31:35: Wie bei Thomas Gottschalk kommen wir auch schon ein bisschen überzogen.
00:31:41: Die Sendezeit verlängert sich
00:31:43: Unbewusst oder?
00:31:45: Na mein größter Wunsch wär's dass es ja sozusagen mehrere Projekte in der Ort gibt Dass einfach wirklich viele Kinder die Möglichkeit kriegen Weil ich denke, das Schulsystem ist total ausgelostet oder es wird schwierig für die auf Dauerts gesehen.
00:31:59: Auch über die Jahre und ich glaube wenn's mehr solche Projekte geben würde dass da ganz viele Kinder die die Chance so nie hätten dort bekommen können.
00:32:07: Und ich glaub wie wirklich Kinder, die sie vor euch gedacht haben, ah sie machen vielleicht irgendwas einfaches oder gar kasschulfertig oder egal was sie machen, dass sie dort einfach auch lernen, dass sich alles schaffen können.
00:32:20: Was würdest du anderen Pädagogen raten?
00:32:23: die mit benachteiligten Kindern arbeiten.
00:32:45: Appariere hier oder in anderen Geschichten, aber dann habe ich gemerkt das ist eher privat.
00:32:48: Oder es ist eher emotional was beim Kind mit den Öttern war.
00:32:52: Das ist immer Geschichte da.
00:32:54: Dass man wirklich sieht als Kind individuell anschaut wenn der emotionale Blockade da ist, ist also das Lernen total schwierig und ich glaube wirklich wenn man aufs Kind eingeht und individuell das erkennt was da eigentlich los ist dass dann alles andere auch viel einfacher ist.
00:33:10: Wie lange pro Tag benutzt du dein Handy?
00:33:13: Ja, sehr oft muss ich sagen weil eben im Austausch mit den Lehrern bin.
00:33:17: Mit den Eltern sind nämlich wie alle Eltern würde ich mal sagen die wollen wissen sind die Kinder gut angekommen sind sie da dann ja ganz normalen Sachen sag ich mir.
00:33:26: deswegen sage er total oft wenn wir haben mit Händis ich sage wundert euch bitte nicht das sind auf die Eltern ganz normale Fragen habe ihm die erste Klasse.
00:33:33: erstes hat zum Beispiel gut angekommens in meinem Bus und solche Geschichten dann eben schreibe ihr auch nicht an Freiwilligen.
00:33:39: deswegen ob Sie kommen oder nicht das sagt natürlich auch von so wer ob das gehört dazu.
00:33:43: Also da benutzt ihr das Handy nur beruflich?
00:33:47: Nicht nur.
00:33:48: Auch ich Mensch, so irgendwie, gell?
00:33:51: Nein, haben's natürlich auch ab und zu aber gar keine Zeit, dass es nicht ein Problem ist, weil es guter bei uns ist oder der Tag wirklich schnell vergeht.
00:33:57: Sie kommen, wir essen raus lernen
00:33:59: usw.,
00:33:59: also es ist gar kein Zeit im Wirklichkeit da, dass man sich sagt, man chillt sie kurz einmal hin.
00:34:04: Es geht sich nicht aus.
00:34:05: Also Vorderarbeit ja und nachher gehts jetzt gut aus.
00:34:07: Dass man sagt in Ruhe, aber zwischendrin ist halt wirklich Action.
00:34:11: Ausgehen, die Zendezeit geht uns tatsächlich aus.
00:34:14: Ich komme jetzt zu meiner letzten Frage.
00:34:17: Wöchen Job würdest du gerne für einen Tag übernehmen?
00:34:20: Ich wäre gerne Polizistin für ein Tag.
00:34:25: Weil ...
00:34:26: Du
00:34:26: musst jetzt auch fragen!
00:34:29: Du grinst so...
00:34:30: Ich weiß nicht, ich denke mir oft wenn so viele Blaulicht vorbeifahren oder in Hektik sein und irgendwann wo fahren die wohin?
00:34:35: Und was ist da los ein bisschen.
00:34:37: Und dann denken wir auf einen Tag mitfahren und schauen was da überhaupt abgeht.
00:34:40: Ein bissel in der Welt wäre richtig cool!
00:34:44: Sonja Jahitsch recht herzlichen Dank für das sehr kurzweilige Gespräch, dass wir hatten.
00:34:49: es hat mich sehr gefreut, dass du mein Gast warst heute und ich wünsche dir und dem Projekt Lerninsel viel weitere Zukunft.
00:34:57: weiterhin alles Gute
00:35:00: Danke schön.
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